Theater

Wilson kritisiert, MITEM reagiert

Attila Vidnyánszky ist bereit zum Dialog mit Starregisseur Robert Wilson.

Der Direktor des Internationalen Madách-Theatertreffens (MITEM) bedauerte, dass der Amerikaner der Premiere seiner Inszenierung „Oedipus“ in Budapest nicht persönlich beiwohnen konnte – Wilson hatte sich als krank entschuldigt. Vidnyánszky ist der Überzeugung, das von ihm 2014 ins Leben gerufene MITEM habe das ungarische Theaterleben freier und offener gemacht. Wilson könne niemand das Recht absprechen, die Lage in Ungarn anders zu sehen, doch sei es bedauerlich, dass er sich offenkundig sehr einseitig informiere.

Robert Wilson hatte in einer Solidaritätserklärung gegen den „sogenannten Modellwechsel“ an der Theateruniversität (SZFE) protestiert und will die Hälfte seines Künstlerhonorars der Initiative „FreeSZFE“ spenden.  „Ich hoffe aufrichtig, dass #FreeSZFE weiterhin Unterstützung aus der ganzen Welt erfährt und – was am wichtigsten ist – bald wieder als öffentliche Universität von der ungarischen Regierung anerkannt werden wird“, schrieb er abschließend.

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