Gedenken an den großen Maler am Grabmal in Budapest. Foto: MTI/ Tibor Illyés

Mihály Munkácsy 180

Ungarns berühmtester Maler

Am Dienstag organisierte das Nationale Denkmalinstitut (NÖRI) eine Gedenkfeier anlässlich des 180. Geburtstags des Malers Mihály Munkácsy auf dem Budapester Zentralfriedhof in der Fiumei út.

Mit privaten Spenden des Kunstsammlers Imre Pákh und seiner Frau Nelli renovierte das Nationale Denkmalinstitut das Grabmal von Mihály Munkácsy auf dem Friedhof, das im Mai 2023 übergeben wurde. Mihály Munkácsy war ein romantisches Talent, meinte die Kunsthistorikerin Judit Boros, das den größten Teil seiner Karriere dem wissenschaftlichen Akademismus widerstehen konnte. Obwohl Mihály Munkácsy die meiste Zeit seines Lebens im Ausland verbrachte, fühlte er sich immer als Ungar.

Mihály Munkácsy wurde als Mihály Leó Lieb am 20. Februar 1844 in Munkács (heute Mukatschewe in Transkarpatien) geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er nach dem frühen Tod seiner Eltern bei Verwandten in Békéscsaba. Sein Leben veränderte die Begegnung mit dem Maler Elek Szamossy 1861, der sein Talent entdeckte und förderte. Durch ihn gelangte Munkácsy zur Nationalen Ungarischen Gesellschaft der Schönen Künste, wo ihm der Maler Antal Ligeti zur Seite stand. Ab 1867 konnte er mit einem Staatsstipendium in München und in Paris studieren. Er wurde fortan von der Romantik, dem Realismus und dem Historismus beeinflusst. Mit seinen riesigen Leinwänden eroberte er die ganze Welt. Seine berühmtesten Gemälde sind die Werke der Christus-Trilogie: „Christus vor Pilatus“ (1881), „Golgatha“ (1884) und „Ecce homo“ (1896). Zwischen 1891 und 1893 arbeitete er an der würdigen Verewigung der Landnahme. Mihály Munkácsy starb 1900 in einem Sanatorium in der Nähe von Bonn.

Aus Anlass seines 180. Geburtstages findet in Békéscsaba ein Munkácsy-Gedenkjahr statt. Im Munkácsy-Museum wird im Rahmen einer Sonderausstellung sein monumentales Gemälde „Die Landnahme“ gezeigt.

„Die Landnahme“, das zentrale Element einer Sonderausstellung im Munkácsy-Museum in Békéscsaba. Foto: MTI/ Zoltán Máthé

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