Otto von Habsburg-Stiftung
Transatlantische Perspektiven
Die Veranstaltung bot einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse des vergangenen Jahres sowie über die jüngsten Zuwächse der Stiftungssammlung. Der thematische Schwerpunkt des Jahres 2026 steht im Zeichen des 250. Jahrestages der Unterzeichnung der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Aus diesem Anlass richtet die Stiftung besondere Aufmerksamkeit auf jene mitteleuropäischen Persönlichkeiten und geistigen Impulse, die die wissenschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung der Vereinigten Staaten nachhaltig geprägt haben. In diesem Zusammenhang gilt Otto von Habsburg mit seinem weitverzweigten internationalen Netzwerk als zentrale Referenzfigur für die Präsenz des mitteleuropäischen geistigen Erbes in den USA.

Zu den Gästen zählten Erika Hosselkus und Rachel Bohlmann, zwei leitende Mitarbeiterinnen der Hesburgh Library and Archives der University of Notre Dame. Sie betreuen eine der bedeutendsten Sammlungen mit europäischem Bezug in den Vereinigten Staaten. In ihren Vorträgen gewährten sie Einblick in die amerikanische Praxis der Archiverschließung, der Bestandserhaltung und der Zugänglichmachung von Quellen.
An die Präsentationen schloss sich ein Gespräch mit Balázs Balogh, dem Generaldirektor des Forschungszentrums für Geisteswissenschaften der Universität ELTE, und Ágnes Fülemile, der wissenschaftlichen Hauptmitarbeiterin am Institut für Ethnologie desselben Zentrums, an.
Als musikalische Ergänzung des Nachmittags zeigte die Hot Jazz Band, wie transatlantische Wechselwirkungen die ungarische und internationale Unterhaltungsmusik bereichert haben.
Die Otto von Habsburg-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, das geistige und materielle Erbe Otto von Habsburgs zu bewahren, wissenschaftlich zu erschließen und der Forschung zugänglich zu machen.
