Foto: MTI/ Tamás Kovács

Capa-Zentrum

Ständige Ausstellung eröffnet

„Robert Capa, der Korrespondent“ – am Dienstag wurde die erste Dauerausstellung eröffnet, die dem Werk des weltberühmten Fotografen gewidmet ist.

Das Budapester Capa-Zentrum für Zeitgenössische Fotografie wurde 2013 gegründet, um u. a. die Robert-Capa-Sammlung zu präsentieren, die 2008 vom ungarischen Staat erworben wurde. Budapest ist neben New York und Tokio der wichtigste Bewahrer des Capa-Erbes. Der Bau des Ausstellungsraums, in dem die Meistersammlung ausgestellt wird, begann 2017 und wurde von der Regierung mit 813 Mio. Forint unterstützt.

Die Besucher können 137 Robert Capa-Fotografien  und weitere 400 Bilder im Projektionsformat sehen. Dieser Rundgang führt nicht nur durch Zeit und Raum, sondern ist auch eine Reise durch die innere Welt, die Capas künstlerische und persönliche Entwicklung vom Budapest der frühen 1920er Jahre bis zu seinem tragisch plötzlichen Ende verfolgt, nachdem er fast alle Kontinente bereist und dort gearbeitet hatte. Zu sehen sind Capa-Bilder aus dem Spanischen Bürgerkrieg, dem Japanisch-Chinesischen Krieg und den Kriegsschauplätzen des Zweiten Weltkriegs, wie der Landung in der Normandie. Capas Kamera zeigt das Leben in den neu befreiten Gebieten, im Nachkriegs-Budapest, im entstehenden Israel und in der Sowjetunion, als der Eiserne Vorhang zu fallen drohte. Neben den Bildern der Zerstörung und des Wiederaufbaus tauchen auch die „Sonnenseiten“ auf, da Capa viele Figuren des zeitgenössischen Kunstlebens festhielt, aber die letzten Aufnahmen führen zurück in den Krieg, in das von Kämpfen zerrissene Indochina, wo Capa sein Leben opferte, um seine letzte Fotoreportage zu erstellen. Die Ausstellung, die sich über 500 m2 erstreckt, erinnert auch an den 110. Geburtstag von Robert Capa.

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