Die Frist für die Einreichung des Antrags ist der 31. Juli; nach einem einjährigen Evaluierungsprozess wird im Mai 2025 eine Entscheidung getroffen. Fotos: Facebook/ Mária út

Marienwege

Religiöser Tourismus im Karpatenbecken

Pilgerwege bieten eine Möglichkeit, Lösungen für Lebenskrisen zu finden bzw. sich körperlich und geistig zu erneuern.

…und auch den religiösen Tourismus ankurbeln! Dieser Meinung schließt sich Tamás Szabó, Gründungspräsident des gemeinnützigen Vereins „Mária út“ (Pilgerroute der Heiligen Maria) gerne an. Die Heilige Jungfrau ist nach den mittelalterlichen Legenden Schutzpatron des Landes der Ungarn, dementsprechend sind ihr viele Kirchen und Kultstätten gewidmet.

Auf den Spuren von Mindszenty

In Ungarn existieren mehrere Pilgerrouten, darunter auch grenzüberschreitende.  An erster Stelle muss man die den Namen des berühmten antikommunistischen Kardinals tragende „Mindszenty-Route“ erwähnen. Sie beginnt in Mariazell in Österreich und führt über Budapest bis nach Csíksomlyó (Sumuleu Ciuc) in Rumänien. Die M02-Pilgerroute führt von Częstochowa in Polen über Esztergom und Budapest bis nach Međugorje in Bosnien und Herzegowina. Auf manchen Abschnitten sind jedes Jahr Zehntausende von Pilgern unterwegs, besuchen Wallfahrtsorte und übernachten in typischen Pilgerunterkünften.

Europäisches Netzwerk gegründet

Die Mária út-Vereine bzw. die kirchlichen Organisationen pflegen Verbindungen auch zu anderen Ländern. Mit der Beteiligung von acht Ländern wurde das Europäische Netzwerk der Marienwege gegründet, das sich auf EU-Ebene darum bemüht, den Marienweg zu einer europäischen Kulturroute zu machen.

Die Orbán-Regierung hat beschlossen, die Initiative zu unterstützen und mit 50 Mio. Forint (130.000 Euro) zu fördern, teilte der Staatssekretär des Innenministeriums mit. Bence Rétvári sagte: „Unser Ziel ist es, den Maria-Pilgerweg zu einem Teil der europäischen Kultur zu machen, zu einem Teil der Routen, die in Europa gelistet sind.“

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