Entwürfe des siegreichen Konsortiums. Fotos: MTI/ Zsolt Czeglédi

Naturkundemuseum

Plan nimmt Gestalt an

Ein internationales Konsortium hat die Ausschreibung um den Entwurf des neuen, in Debrecen geplanten Museums für Naturkunde gewonnen.

Das Ergebnis der Ausschreibung wurde am Freitag verkündet, die Sieger sind die im Konsortium zusammengeschlossenen Architekten der Sordo Madaleno Ltd., der einheimischen Építész Stúdió Kft. und der Buro Happold Ltd. Deren Entwurf wurde von der Jury als „kompakt, mit massiver Fassaden- und rationaler Planung der Räume im Inneren“ charakterisiert.

Die Stadt Debrecen freut sich mit der Standortvergabe für das neue Museum auf mehr als eine museale Institution im klassischen Sinne: Hier bietet sich die Chance, ein Know-how anzuhäufen, um die Stadt zu einem Zentrum der Naturwissenschaften Ungarns zu machen. Neben dem völlig neu entstehenden Gebäudekomplex im Großen Stadtwald, der das Naturkundemuseum beherbergen wird, soll die Sammlung ganz bewusst getrennt, im Science Park der Universität Debrecen aufbewahrt werden. Die Schätzungen der Kosten für das Großprojekt belaufen sich auf mehrere zig Milliarden Forint.

Der Direktor des Naturkundemuseums, Zsolt Bernert, verwies auf die heute aus rund 11 Mio. Positionen bestehende Sammlung und sagte bei der Zeremonie am Freitag: „Die ungarische Nation wartet seit mehr als einhundert Jahren darauf, ein eigenständiges Naturkundemuseum zu erhalten.“ Er geht davon aus, dass sich zwischen dem Museum und der Uni Debrecen enge fachliche und wissenschaftliche Beziehungen herausbilden werden.

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