Wild. Foto: 2016 NFP marketing & distribution

Filmtage des Goethe-Instituts

Hautnah – Sinnlichkeit in neuen deutschen Filmen

Unter dem Titel „Hautnah“ veranstaltet das Budapester Goethe-Institut ein Filmfestival.

Im Tabán-Kino (1016 Budapest, Krisztina krt. 87-89.) werden vier Filme gezeigt, um die Aufmerksamkeit auf die Frauen vor und hinter der Kamera zu lenken, auf ihre spezielle Sichtweise,  auf den weiblichen Erzählrhythmus, und die Geschichten darüber, wie es sich anfühlt, Frau zu sein, wie sie Körperlichkeit und Sinnlichkeit im 21. Jahrhundert erleben. Alle vier Filme betrachten Körperlichkeit aus verschiedenen Blickwinkeln. Doch in all diesen Filmen zeigt eine neue Generation von Filmemacherinnen, dass sie die von heterosexuellen weißen Männern des letzten Jahrhunderts geprägte Filmsprache durch etwas ganz Neues ersetzen kann.

Im Film „Kokon“ (2020) erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin Leonie Krippendorff in sinnlichen Bildern eine authentische Berliner Coming-of-Age-Geschichte über sexuelles Erwachen und die erste große Liebe. Ein Film über Mädchen, die sich von den Körperbildern der sozialen Netzwerke emanzipieren. Melanie Waeldes Langfilmdebüt „Nackte Tiere“ (2020) ist von ungeheurer Intensität und Lebendigkeit. Sie zeichnet ihre „nackten Tiere“ jenseits der Verzärtelung und mit einer sinnlichen, rohen und sensiblen Offenheit, wie sie im deutschen Kino selten vorkommt. In „Glück/Bliss“ (2021) erzählt Henrika Kull von zwei Frauen, die sich in einer Welt begegnen, in der weibliche Körper Waren sind. In authentischen, kraftvollen Bildern folgt sie ihren beiden Hauptfiguren, die sich erst umschleichen, dann umtanzen, bald nicht mehr ohne einander, aber auch nicht wirklich miteinander können. Im Film „Wild“ (2015) von Nicolette trifft die Hauptdarstellerin Anna am Rande der Stadt auf einen Wolf, den sie in ihre Wohnung bringen kann. Der Wolf bringt in der jungen Frau eine animalische Seite zum Vorschein.

21. April, 19.30 Uhr: Kokon, D, 2020
22. April, 19.30 Uhr: Nackte Tiere, D, 2020
23. April, 19.30 Uhr: Glück/Bliss, D, 2021
24. April, 19.30 Uhr: Wild, D, 2015
Die Filme laufen Deutsch mit ungarischen Untertiteln.
Weitere Informationen hier.

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