So feierten Kinder und Erzieher das runde Jubiläum im Kindergarten der deutschen Nationalität in Érd. Foto: MTI/ Robert Hegedüs

Deutsche Kindergärten und Schulen

Für ihre Qualität bekannt

Im vergangenen Jahr gab der ungarische Staat insgesamt schätzungsweise 30-40 Mio. Euro für die Finanzierung des deutschen Minderheitenunterrichts aus.

Der größte Anteil davon entfällt auf den Betrieb des riesigen institutionellen Systems, das die Gehälter der Mitarbeiter, die Bewirtschaftungskosten und alles weitere umfasst. Die derzeit größten Entwicklungsprojekte sind energietechnische Investitionen, z. B. in Wärmedämmung, moderne Fenster und Türen sowie Solaranlagen.

Von den landesweit rund 130 Bildungseinrichtungen der Minderheiten unterhält die deutsche Nationalität allein 35 Kindergärten und 42 Schulen. Vor anderthalb Jahrzehnten war es nur ein Dutzend. Dieser Tage wurde der Turnsaal des deutschen Kindergartens „Pumukli“ in Érd (Komitat Pest) übergeben – besonders in diesem Alter kann die geistige Leistungsfähigkeit der Kinder durch Bewegung gesteigert werden.

Das Ziel ist es, das geistige Erbe der Vorfahren weiterzugeben und die Liebe zu Fremdsprachen zu fördern. Denn in Ungarn ist das Sprachenlernen nicht so beliebt wie in den Nachbarländern.

Die Bildungseinrichtungen der deutschen Minderheit sind auf nationaler Ebene für ihre Qualität bekannt, was sich auch in der Weiterbildungsquote und den Beschäftigungsmöglichkeiten der Kinder widerspiegelt. Darüber hinaus tragen sie wesentlich dazu bei, das nationale Bewusstsein der Schüler und ihrer Familien zu erhalten.

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