Jüdische Wochen
Fest an Fest in Budapest
Mit dem PurimFeszt (28. Februar bis 4. März) und dem PészahFeszt (22. März bis 1. April) laden der Verband Jüdischer Glaubensgemeinschaften in Ungarn (Mazsihisz) und die Budapester Jüdische Gemeinde zu Konzerten, Lesungen, Gesprächen und Familienprogrammen in Synagogen und Kulturhäuser der Hauptstadt ein. Die Festivals verbinden religiöse Traditionen mit zeitgenössischer Kultur und richten sich an ein breites Publikum. Beide Festivals wollen jüdische Feiertage in kultureller, künstlerischer und historischer Perspektive erlebbar machen.
Tradition und Feierkultur
Das PurimFeszt bietet vielseitige Unterhaltung mit Pop- und Kantorenkonzerten, Megilla-Lesungen, Tanzveranstaltungen, Gesprächsrunden und Kinderprogrammen. Ergänzt wird es durch einen Retro-Purim-Ball, ein literarisch-kabarettistisches Lesetheater und Diskussionsformate zu gesellschaftlichen Themen. Veranstaltungsorte sind vor allem die Rumbach-Synagoge und der Goldmark-Saal im Budapester Zentrum.
Purim gilt als eines der fröhlichsten Feste des jüdischen Jahres. Es erinnert an die biblische Erzählung von Königin Ester, die ihr Volk rettet, und verbindet religiöse Tradition mit ausgelassener Feierkultur.
Befreiungsfest
Im Anschluss folgt das ebenfalls programmreiche PészahFeszt, das sich dem jüdischen Befreiungsfest Pessach widmet. Das Festival stellt die Themen Erinnerung, Freiheit und kulturelle Weitergabe in den Mittelpunkt und versteht sich als offenes Kulturformat für ein diverses Publikum.
Beide Festivals werden von staatlichen Kulturförderinstitutionen unterstützt und knüpfen an die wachsende Sichtbarkeit jüdischer Kultur im öffentlichen Raum Budapests an. Ziel ist es, religiöse Traditionen in einen zeitgenössischen kulturellen Kontext zu stellen und zugleich Begegnungsräume für unterschiedliche Generationen zu schaffen.
