Labyrinth
Ein Irrweg durch den Maisschlag
In Kiszombor im Komitat Csongrád-Csanád ist man ausdrücklich eingeladen, sich ins Maisfeld zu „stürzen“. Ein Verein hat mehrere Motive in das Feld „geschnitten“, längs derer Wagemutige nun durch den heranwachsenden Mais irren können. Wenn dieser erst mannshoch gewachsen ist, wird es zur Herausforderung, den Ausgang aus dem 4,5 ha großen Feld zu finden. Das Labyrinth mit seinen vielen Sackgassen erstreckt sich nämlich auf nahezu 5 Kilometern! Vier Freiwillige des Vereins benötigten insgesamt weit über 300 Stunden, um die Schneisen durch die Maisanpflanzung zu ziehen. Wer von oben draufschaut, kann Motive wie die Kirchglocken des Ortes erkennen, die in diesem Jahr ihr 100. Jubiläum feiern. Zu sehen sind dann auch ein Fisch, Wellen, Blätter und Eicheln, ja sogar eine Eule, von denen nicht wenige hier in Kiszombor (freilich nicht im Maisfeld) überwintern.
Zwischen den bis auf rund 2,50 Meter hochwachsenden Maispflanzen wird das alles aber nicht zu erkennen sein, da gibt es nur noch eine gelb-grüne „Wand“ und den blauen Himmel. Der Verein plant für die kommenden Samstage jeweils Begleitprogramme, so eine Schatzsuche. Wer das Abenteuer Labyrinth ausprobieren will, hat noch ungefähr einen Monat Zeit – um den Nationalfeiertag des 20. August, der auch als Fest des Brotes begangen wird, planen die Bauern dann, auch den Mais abzuernten.

