Details aus dem Siegerentwurf des neuen Naturkundemuseums in Debrecen. Fotos: MTI/ Zsolt Czeglédi

Naturkundemuseum Debrecen

Ein Fest der Architektur

Die Architekturstudios Bjarke Ingels Group (BIG) und Vikár & Lukács haben mit ihrem gemeinsamen Projektentwurf den 1. Platz bei der Ausschreibung gewonnen, die für den geplanten Neubau des Ungarischen Naturkundemuseums in Debrecen veranstaltet wurde.

Die Preisverleihung erfolgte am Freitag im Debrecener Kölcsey-Kulturzentrum. Der Staatssekretär des Bauministeriums, Regő Lánszki, sprach von einem Fest der Architektur und der Natur, diesen zwei so gewichtigen Dingen, die sich nicht wirklich voneinander trennen lassen. Das Museumsprojekt eröffne nicht nur der Stadt, sondern einer ganzen Region neue Perspektiven, in Tourismus, Bildung und Forschung, was langfristig auch die demographische Entwicklung beeinflussen werde.

Warum erst jetzt?

Die Frage dürfe nicht lauten, warum dieses Museum nach Debrecen gelangt, die Frage müsse lauten, warum dies erst jetzt geschehe. Der Neubau werde den Beweis antreten, dass auch in der Komitatshauptstadt der Hajdúság Platz für ikonische Gebäude sei. In Verbindung mit dem Tierpark werde der gesamte Große Stadtwald auf eine neue Ebene komplexer Erlebnisse für die Besucher gehoben.

Vierzehn Projekte zur Auswahl

OB László Papp bekräftigte, dass die Stadt Debrecen mehr als nur eine Industriestadt sei, wo z. B. das historische Theater erneuert wurde. Museumsdirektor Zsolt Bernert sieht den Auftrag seines Hauses in der Naturkunde im Einklang mit der Forschung an der Uni Debrecen. Jurymitglied Martha Thorne, Geschäftsführende Direktorin des Pritzker-Architekturpreises, der auch als Nobelpreis für Architektur angesehen wird, sprach von 14 Bewerbungen, die auf die anonyme Ausschreibung eingingen. Die Jury habe sich bei der Preisvergabe für den Neubau auf 23.000 m2 nicht vom individuellen Geschmack leiten lassen, sondern jenen Entwurf ausgewählt, der allen Kriterien am besten gerecht wird.

Integrierte, neue Räume

Der 3. Platz der Közép Zrt. wurde mit einem Preisgeld von 10.000 Euro bedacht. Auf Platz 2 landete die gemeinsame Bewerbung der Architekturbüros 3XN A/S und NAUTES Kft.; dafür gab es ein Preisgeld von 40.000 Euro. Für das siegreiche Projekt des Konsortiums BIG und Vikár & Lukács wurden 60.000 Euro ausgelobt. Hanna Johansson (BIG) bestätigte den Eindruck der Jury, man habe den Neubau in den Stadtwald zu integrieren versucht, wollte den Anwohnern aber gleichzeitig neue Räume geben.

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