Ausstellung
Die Habsburger und das Herender Porzellan
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Die 1826 gegründete Manufaktur entwickelte bald einen eigenen Stil, der das Porzellan aus Herend weltberühmt machte. Seit 2013 gilt das Herender Porzellan als Hungarikum. Die Ausstellung spannt einen Bogen von der Krönung Karls IV. zum König von Ungarn im Jahre 1916 bis zum Ungarnbesuch Otto Habsburgs 2007. Unter den Berührungspunkten der Habsburger mit der Porzellanmanufaktur findet sich das Service der Krönungsfeierlichkeiten. Schon Kaiser Franz Joseph I. gab mehrere Services in Auftrag. Ein Service im chinesischen Stil war ein Geschenk an seine Gemahlin Sisi, Königin Elisabeth. Sie benutzte es im Königsschloss in Gödöllő, woraufhin dieses Dekor als Gödöllő-Service bekannt wurde.
Auch in der Emigration ließen die Habsburger zu Geburtstagen immer wieder mit dem besonderen Porzellan aus Herend auftafeln, wie Fotos aus den Jahren 1923-45 zeigen. Otto Habsburg machte sich als Europaabgeordneter für Ungarn und Osteuropa stark. Nach der politischen Wende besuchte er das Land häufiger, seinen 95. Geburtstag feierte er 2007 in Herend.
