Die Basilika
Die größte Kirche der Hauptstadt
Ihr Grundstein wurde am 4. Oktober 1851 gelegt, und die Basilika wurde zu einem architektonischen Meisterwerk der wachsenden neuen Hauptstadt. Der Bau kam jedoch häufig zum Stillstand: Geldmangel, Planungsfehler und schlechtes Baumaterial verhinderten den Weiterbau. So stürzte die halbfertige Kuppel am 22. Januar 1868 infolge eines schweren Sturms ein, weshalb die Pläne überarbeitet werden mussten: Während die Ost-West-Fassade noch den ursprünglichen klassizistischen Stil widerspiegelt, wurden die Hauptfassade und die Rückfassade im Neorenaissance-Stil gestaltet. Die gesamte Eisenkonstruktion der Kuppel konnte erst 1889 montiert werden. Die Kirche wurde am 9. November 1905 geweiht.
Heute ist sie nach der Basilika in Esztergom die zweitgrößte Kirche Ungarns und bietet Platz für bis zu 10.000 Menschen. Sie hat eine Grundfläche von 4.150 m2 und wird von einer doppelten Kuppel gekrönt. Die innere Kuppel mit einem Durchmesser von 22 m ist 65 m hoch, die gesamte Höhe der Kirche beträgt 96 m, mit zwei 57 m hohen Türmen an der Hauptfassade.
Die Basilika erhielt 1990 aus Spenden deutscher Gläubiger eine neue Glocke, die nach dem ersten ungarischen König benannt wurde. 1993 gesellten sich drei andere Glocken als Spende der Stadt Passau hinzu. Die „Heilige Rechte“ des Königs ist eine mumifizierte Reliquie, die in einem Schrein in der Basilika aufbewahrt wird. Sie wird jedes Jahr am 20. August, dem Nationalfeiertag, während einer Prozession gezeigt.
