Foto: MIT/ János Vajda

Neues von der Corona-Front

Virus am Ende

„Das hier ist nicht mehr das Virus, wie wir es vor zwei Jahren kennenlernten.“

Diese als „Entwarnung“ aufzufassenden Worte sprach Prof. Miklós Rusvai im Frühstücksfernsehen des Privatsenders RTL Klub aus. Der Virologe ist zuversichtlich, dass wir die „Coronavirus-Misere“ in diesem Frühling hinter uns lassen können. Impfungen hält er nur noch bei Zugehörigkeit zu Risikogruppen für sinnvoll. Dessen ungeachtet rechnet Rusvai im Herbst mit einer nächsten Welle: Es werde erneut zahlreiche Infektionen geben, aber deutlich weniger klinisch zu betreuende Patienten. Die Risiken im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle aus der Ukraine seien ebenfalls überschaubar.

Die Zahl der Neuinfektionen ist unter 2.000 am Tag gefallen – damit ist die abflauende 5. Welle wieder auf dem Stand um die Jahreswende angelangt. Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern ist am Wochenende deutlich unter 3.000 gefallen, die Zahl der täglichen Todesopfer auf 50. Seit Beginn der Corona-Pandemie infizierten sich offiziell 1,8 Mio. Ungarn mit SARS-CoV-2, unter denen annähernd 44.500 verstarben. Parallel zur Aufhebung nahezu aller Schutzmaßnahmen ist die Impfbereitschaft der Bevölkerung erschöpft: 6,8 Mio. Ungarn ließen sich gegen Covid-19 impfen, wobei längst die auffrischenden Impfungen gegenüber der Erstimpfung dominieren. Die 7-Tage-Inzidenz fällt rasant, bewegt sich landesweit um 200-400 Fälle und nähert sich zuerst im Komitat Zala dem Schwellenwert von 100 Fällen auf 100.000 Einwohner an.

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