Neues von der Corona-Front
Omikron bremst Abwärtstrend
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„87% der Fälle werden durch das außerordentlich infektiöse Omikron-Virus verursacht“, sagte Landesamtsärztin Cecília Müller am Mittwochabend, nicht ohne zu wiederholen, dass die Impfung bei Erkrankung gegen einen schweren Verlauf schütze.
Transdanubien neuer Infektionsherd
Im Zusammenhang mit der Verdrängung der Delta-Variante sind die täglich auf neue Rekordwerte steigenden Infektionszahlen zu betrachten – von Mittwoch zu Donnerstag wurden erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 15.000 Neuinfektionen gemeldet. Mittlerweile erweist sich durchschnittlich jeder dritte Test als positiv, mit anderen Worten besitzen die Behörden keinerlei Kontrolle über die wirkliche Ausbreitung des Coronavirus. (Nicht wenige Virologen setzen die tatsächlichen täglichen Infektionszahlen mit einem fünffachen Faktor an.) Nach den offiziellen Zahlen verbreitet sich Omikron neben der Hauptstadt und ihrer Agglomeration nunmehr auch in Transdanubien mit rasanter Geschwindigkeit. Im Komitat Győr-Moson-Sopron liegt die Inzidenz bereits genauso hoch, wie in Budapest, aber auch Vas – mit drei Mal mehr aufgedeckten Fällen als vor einer Woche – und Zala sind schwer betroffen. Die wenigsten Fälle werden aktuell aus den Komitaten Borsod-Abaúj-Zemplén und Jász-Nagykun-Szolnok gemeldet, wo sich die 7-Tage-Inzidenz um 300 Fälle auf 100.000 Einwohner bewegt.
Schnelltests wegen Grippe
Leider hat die 5. Welle die abnehmende Belastung der Corona-Kliniken zum Stillstand gebracht: Bei landesweit rund 2.500 Corona-Patienten nimmt die Zahl der klinisch behandelten Covid-19-Fälle aktuell wieder leicht zu. Derweil erhalten die Hausärzte weitere 340.000 Antigen-Schnelltests. Insgesamt stellten die Behörden den Hausärzten damit bereits mehr als 1,3 Mio. Tests zur Verfügung. Derzeit wenden sich wöchentlich rund 12.000 Ungarn mit grippalen Infekten an ihren Arzt – die Symptome sind im Falle von Omikron noch schwerer als schon bisher von der Grippe zu unterscheiden.
