Neues von der Corona-Front
Omikron bald am Ende
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Der Biostatistiker Tamás Ferenci schätzt die aktuelle Reproduktionszahl nur noch auf 0,5-0,6 – die Omikron-Variante befindet sich demnach auf dem Rückzug. Die Zahl der Neuinfektionen hat sich gegenüber der Spitze Ende Januar halbiert bis gedrittelt, die Zahl der täglichen Todesfälle scheint nun zu stagnieren. Hier erfolgt der Rückgang zeitlich verschoben – das Hoch bei der Zahl der klinisch behandelten Corona-Patienten mit gut 5.000 Personen ist aber auch überwunden, wo sich die Lage zunächst um ungefähr ein Zehntel entspannte. Schließlich ist die Rate positiver Testergebnisse so niedrig wie seit einem Monat nicht mehr.
Knapp 6,4 Mio. Ungarn sind einmal, 6,15 Mio. Personen doppelt geimpft, knapp 3,8 Mio. Personen haben eine auffrischende Impfung erhalten. Die Impfkampagne steuert auf den Totpunkt zu, denn zur Erstimpfung kommen mittlerweile nur noch tausend Ungarn am Tag. Die seit August erreichbare auffrischende Impfung haben 40% der Bevölkerung in Anspruch genommen, ein gutes Drittel der Gesamtbevölkerung hielt sich allen Impfungen fern.
Das Verfassungsgericht hat derweil sämtliche Beschwerden gegen jene Regierungsverordnung zurückgewiesen, mit der es den Arbeitgebern überlassen wurde, die Mitarbeiter praktisch zur Schutzimpfung zu verpflichten. Die Impfgegner könnten dann in unbezahlten Urlaub geschickt und nach einem Jahr gekündigt werden. Beinahe zwei Dutzend Beschwerdeführer hatten argumentiert, ihre Rechtsnachteile stünden in keinem Verhältnis zur Zielstellung, die Corona-Pandemie zurückdrängen zu wollen. Das Verfassungsgericht wies die Beschwerden aus formellen Gründen zurück. Wegen der allgemein angespannten Arbeitsmarktlage haben freilich nur wenige Unternehmen eine Impfpflicht ihrer Mitarbeiter angeordnet. Diese gilt jedoch für viele Staatsdiener.
