Coronavirus
Grundstein für nationales Impfstoffwerk
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Der Anteil an positiven Tests, der sich seit Mitte Juni unter 1% bewegte, ist plötzlich auf 2-3% hochgeschnellt. Ebenso verdoppelt haben sich die Zahlen der klinisch behandelten Corona-Patienten (200) und der auf ein Beatmungsgerät angewiesenen kritischen Patienten (zwei Dutzend). Mehrere Krankenhausabteilungen mussten vergangene Woche geschlossen werden, weil gehäufte Infektionsfälle unter Patienten und Angestellten auftraten. Inzwischen sind mehr als 5,8 Mio. Ungarn (oder 60% der Bevölkerung) einmalig bzw. gut 5,5 Mio. Personen vollständig geimpft. Die auffrischende Impfung haben bereits 400.000 vorwiegend ältere Menschen aufgenommen.
Engagierte Uni Debrecen
Am Sonntag wurde feierlich der Grundstein für das nationale Impfstoffwerk gelegt. Standort ist der Innovationspark der Universität Debrecen (DE), die F+E-Aufgaben des Projekts übernimmt. Innovationsminister László Palkovics kündigte bei der Grundsteinlegung den Start der Serienfertigung für Ende 2022 an. Das Werk werde jährlich mehr als 20 Mio. Vakzine unterschiedlicher Technologien herstellen. Das Impfstoffwerk gewährleiste eine dauerhafte Versorgungssicherheit des Landes und biete auch gegen spätere Pandemien die Basis für eine effiziente Abwehr. Ungarn besaß bis zur Wende 1990 eine eigene Impfstoffproduktion, die jedoch von den Multis im Zuge der Privatisierung des Pharmasektors weitgehend eingestellt wurde. Die DE engagierte sich bereits seit 2017 – also weit vor der Corona-Pandemie – für die Errichtung eines eigenständigen Impfstoffwerks.

„Wir essen uns zu Tode“
Der Netzwerkforscher Albert-László Barabási hat die hohe Sterberate Ungarns in der Corona-Pandemie (erneut) mit der ungesunden Ernährung in Verbindung gebracht. In einem Interview für die Wochenzeitung HVG verwies der Professor der Universität von Boston auf aktuelle Studien seines Teams zur Nahrungsaufnahme, als er sagte: „Ungarn weist den höchsten Anteil an Fettleibigkeit in Europa und den vierthöchsten in der Welt auf. Die meisten Todesfälle in Folge von Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Diabetes sind auf falsche Ernährung zurückzuführen. Im Grunde ist es so, dass wir uns zu Tode essen, nicht nur nach der Menge, sondern auch wegen der Qualität.“ Die Pandemie habe vor allem Menschen mit metabolischem Syndrom in den Tod gerissen.

Rußland z.B. hat offenbar erkannt, daß der seit 2020 laufende Terror gegen die Bevölkerung und gegen die Wirtschaft nichts nützt, sondern nur schadet, auch wenn weltweit Regierungen und Presse die Lage nutzen, um das Gegenteil zu propagieren, ihrem Machtgewinn zuliebe. Zudem sind derzeit in Großbritannien 70 % der aktuell Covid-Behandelten geimpft.