Nicht corona-kompatibel: Konzert im letzten Sommer im Budapest Park – jetzt liegt die beliebte Partymeile verwaist da. (Foto: BZT / Jan Mainka)

Festivalsaison

Endgültige Absage

Auch nach dem 15. August werden Musik- und Tanzveranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern nicht erlaubt sein, entschied die Regierung am Donnerstag.

Diese Entscheidung hat auch jenen Festivals den Rest gegeben, die in der Hoffnung auf eine Entspannung bewusst auf Ende August bzw. Anfang September ver- oder gelegt wurden – noch im Verlaufe des Donnerstags wurden alle namhaften Konzerttermine abgesagt bzw. auf das kommende Jahr verschoben.

Seit Ende April galt Mitte August als Stichtag für eine denkbare Lockerung, auf den viele Veranstalter setzten; die Absage der viertägigen Festivitäten rund um den Nationalfeiertag vom 20. August mit dem „spektakulärsten Feuerwerk aller Zeiten“ musste jedoch bereits als Warnschuss verstanden werden. Damit sind letztlich jene Veranstalter besser gefahren, die wie im Fall von Sziget, Volt oder Balaton Sound frühzeitig den Termin um ein komplettes Jahr verlegten und gar nicht erst nach Ersatzterminen am Ende dieses Sommers gesucht haben.

Obgleich Experten darauf verweisen, dass die einschlägige Regierungsverordnung die Teilnehmerzahl tatsächlich auf „500 Personen pro Bühne“ reglementiert, möchte wohl kaum jemand das Risiko eingehen, zum Corona-Hotspot zu avancieren. Als Entschädigung für die Branche kommen derzeit wohl nur sog. Garagen-Konzerte in Frage.

Dafür gibt der Staat 5,3 Mrd. Forint (15 Mio. Euro), darunter 800 Mio. Forint für Zigeuner-Musiker. Das Programm wird von der staatlichen Tourismusagentur abgewickelt, die dafür sorgen soll, dass die von den Konzerten angefertigten Mitschnitte öffentlich zugänglich werden.

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

Coronavirus

Zweite Welle kommt, aber ohne Lockdown 

„Noch ein Lockdown wie im Frühjahr wird in Ungarn nicht machbar sein, wenngleich eine zweite Infektionswelle sehr wahrscheinlich ist“, erklärte der Rektor der Semmelweis-Universität im Nachrichtenfernsehen ATV.
Coronavirus Infektionswelle

EILMELDUNG

Coronavirus: Ungarn führt Ampelregelung ein

Die ungarische Regierung hat Einreisebeschränkungen verhängt; sie teilt die Länder der Welt fortan nach dem aktuellen Stand der Coronavirus-Infektionswelle in die drei Ampelfarben Rot, Gelb und Grün ein. Das gab Kanzleramtsminister Gergely Gulyás auf einer außerordentlichen Pressekonferenz am Sonntag bekannt. Die neuen Regelungen treten ...
BZ+

Orbán im Kossuth-Radio

Zusammenhalt ohne Linke

„Die Gefahr der Corona-Pandemie ist noch nicht gebannt. Ungarn war erfolgreicher bei ihrer Abwehr, als zahlreiche Länder in besserer finanzieller Lage. Mit Ausnahme der Linken gab es einen breiten Zusammenhalt in diesem Kampf“, hob Ministerpräsident Viktor Orbán bei seinem üblichen Freitag-Interview im Kossuth-Radio hervor.