Fotos: MTI/ Zsolt Szigetváry

Zitadelle

Wiedereröffnung im nächsten Frühjahr

Im Frühjahr 2026 wird die Budapester Zitadelle mit der Freiheitsstatue nach umfassenden Sanierungsarbeiten wiedereröffnet.

Die Grünflächen werden um das Anderthalbfache auf 20.000 m2 erhöht, wurde bei einer Pressebegehung am Dienstag bekannt. Innerhalb der Festungsmauern entsteht ein neuer öffentlicher Park mit einer Fläche von über 6.000 m2, in dem sich auch ein Café und ein Souvenirladen befinden werden. An der Ostseite der Zitadelle wird eine spektakuläre Treppe gebaut, über die die Besucher den Park von der Freiheitsstatue aus betreten können. Außerdem werden neue Aussichtsplattformen geschaffen, von denen aus die Besucher das herrliche Panorama genießen können.

„Bastion der Freiheit“

Im westlichen Kanonenturm findet auf mehr als 1.700 m2 eine spektakuläre Ausstellung über die ungarischen Freiheitskämpfe statt, die den Titel „Bastion der Freiheit“ trägt. Der Ausstellungsraum wird von einer gläsernen Fußgängerbrücke dominiert.

Zudem erfolgte die vollständige Restaurierung der Freiheitsstatue. Ein Kreuz, das wichtigste Symbol für 1.100 Jahre ungarische Staatlichkeit, das abendländische Christentum und die europäische Kultur, wurde auf dem Sockel der Statue angebracht, auf dem sich zuvor die Statue eines sowjetischen Soldaten befand.

Die Sanierung der Zitadelle begann 2020. Der Gipfel des Gellért-Berges stellt mit einem der schönsten Panoramablicke des Landes einen gefragten Touristenhotspot dar.

Symbol missbraucht

„Wer das Kreuz an der Freiheitsstatue angebracht hat, respektiert dieses Symbol nicht“, erklärte OB Gergely Karácsony. „Wer ohne Rücksprache mit Budapest und gegen den Willen des Schöpfers der Statue Zsigmond Kisfaludy Strobl das Kreuz in den Sockel der Freiheitsstatue gezwängt hat, der entweiht dieses Symbol, das für viele von uns wichtig ist. Wer so etwas tut, kann kein verantwortungsbewusster Konservativer sein, sondern bestenfalls ein dummer politischer Geschäftemacher.“

Ein Gedanke zu “Wiedereröffnung im nächsten Frühjahr

  1. Christentum und Freiheit gehören zusammen, denn Christus hat uns zum Bekenntnis zu Gott in freier Wahl aufgerufen. Insofern kann ich verstehen, dass man auf die Idee kommt, der Freiheitsstatue ein Kreuz aufzudrücken.
    Ich hätte es trotzdem nicht getan, weil es aus ästhetischer Sicht zweifelhaft ist und gewiss nicht im Sinne des Bildhauers war. Außerdem sollte man Abgrenzung und Streit vermeiden. Die wunderschöne Figur braucht kein weiteres Symbol.

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25. Februar 2026 9:15 Uhr