Fotoausstellung von László Maczky
Unerwartete Lichter
Plötzlich ein Moment des Staunens: Erst auf den zweiten Blick lüften die Städtebilder des ungarischen Fotokünstlers László Maczky ihr Geheimnis. Unerwartet tauchen Lichter auf. Erhellte Fenster in Fassaden, Spiegelungen von Autolichtern und Laternen auf Brücken und Straßen, aber auch blauer Himmel und Sonnenlicht.
Es sind außergewöhnliche Fotografien von Budapest, München, New York und Veszprém. Letztere sind im Rahmen der Präsentation als Kulturhauptstadt Europas 2023 entstanden.
Dem Kurator Tamás Katkó ist es zu verdanken, dass sämtliche Werke aus László Maczkys verschiedenen Städtezyklen in dieser umfassenden Ausstellung in der auf Fotografie spezialisierten Kolta-Galerie im Zentrum Budapests vereint sind.

Es ist diese seltsam anmutende Tag- und Nachtgleiche, die diese Bilder so besonders macht. In diesen hochauflösenden, digitalen Fotoarbeiten vereint László Maczky fast unmerklich Tag- und Nachtaufnahmen von besonders charismatischen, historischen Stadtansichten. Für den Betrachter werden sie so zu einem unerklärlich magischen Seherlebnis, das weit über die traditionelle Stadtfotografie hinausgeht.
Hell erleuchtete Schaufenster unten und sonnenbestrahlte Dachgiebel oben
„Die Idee kam mir bei Spaziergängen durch enge Großstadtgassen, wenn ich bei anbrechender Dämmerung über das seltsame Nebeneinander von hell erleuchteten Schaufenstern unten und sonnenbestrahlten Dachgiebeln oben staunte“, schilderte László Maczky seine Inspiration zu dieser ungewöhnlichen Bildidee beim Podiumsgespräch mit dem vielfach ausgezeichneten Fotokünstler László Haris zur Eröffnung der Ausstellung.

Es sind auch Stationen eines bewegten Lebens. In Stuttgart geboren, besuchte László Maczky das Ungarische Gymnasium in Kastl. Anschließend studierte er an der Technischen Universität in München, wo er auch als Architekt tätig war, bevor er vor zehn Jahren mit seiner Familie nach Ungarn zog. Hier ist er auch im Kreis seiner großen, virtuosen Künstlerfamilie aktiv, in deren Mittelpunkt sein Cousin Kő Pál (1941–2020) stand – der herausragende Bildhauer und Kossuth-Preisträger, dessen Retrospektive derzeit in der Műcsarnok (dt.: Kunsthalle) zu sehen ist.
Ein zeitloses Denkmal setzen
László Maczkys großformatige Panoramen, die direkt auf Aludibondplatten aufgezogen sind, laden den Betrachter ein, auf visuelle Entdeckungstour zu gehen und in das besondere Lebensgefühl des urbanen Ambientes einzutauchen.
Sein künstlerisches Anliegen ist es, das architektonisch Einzigartige einer Stadt trotz ihrer steten Veränderung herauszufiltern und ihr ein zeitloses Denkmal zu setzen.

László Maczky: „Unerwartete Lichter“
Kurator: Tamás Katkó
Kolta Galéria
Háló Kulturális és Közösségi Központ
1052 Budapest, Semmelweis u. 4
Öffnungszeiten: werktags 14 bis 18 Uhr
Sowie vor und nach den Kulturveranstaltungen in der Galerie.
Zwischen den Feiertagen nach Vereinbarung unter: Tel. (+36 20) 351-5375.
Geöffnet bis zum 9. Januar 2026
Weitere Informationen hier.
