Öffentliche Verkehrsmittel

Schwarzfahren lohnt nicht

Ein Schwarzfahrer in Budapest musste zuletzt mehr als 2 Mio. Forint Strafe bezahlen.

Es lohnt sich immer noch nicht, ohne Fahrschein in der Hauptstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Auch im Jahre 2023 hagelte es Strafen in Millionenhöhe. Die höchste Strafzahlung im letzten Jahr – gut 2 Mio. Forint – war das Ergebnis Dutzender ausstehender Strafzahlungen aus zwei Vollstreckungsverfahren. Die am Ende tatsächlich erhobenen Strafen beinhalten die ursprüngliche Strafschuld und deren Aufschläge, wie die über die Jahre aufgelaufenen Zinsen. Es ist gut zu wissen, dass nicht gezahlte Strafen nicht verjähren und sich die Schulden in einigen Jahren auf mehrere Millionen Forint belaufen können.

Ein Bußgeld, das mehr als 30 Tage nach dem Fälligkeitsdatum beglichen wird, muss mit einem Aufschlag von 50.000 Forint erstattet werden, d. h. je später der Kunde die Strafe zahlt, desto höher ist der Gesamtbetrag. Seit dem Herbst 2022 bieten die Verkehrsbetriebe aber auch Ermäßigungen für jene an, die sich als ertappte Sünder zum Kauf einer Dauerkarte bewegen lassen: Im Durchschnitt nutzen mehr als 1.000 Fahrgäste pro Monat diese Möglichkeit, um ihre Zahlungsschuld zu verringern.

Im vergangenen Jahr wurden nach 227.200 Kontrollen Strafen ausgesprochen, +5% zu 2022. Dabei entschieden sich 19.000 Zahlungspflichtige für den Kauf einer Dauerkarte, um das Ausmaß der Geldbuße zu mindern.

Grundsätzlich bieten die Budapester Verkehrsbetriebe (BKK) die Möglichkeit, die Ordnungsstrafe gleich an Ort und Stelle der Fahrkartenkontrolle zu begleichen. Im Jahre 2023 wurden so 63% der Strafen abgegolten, der eingenommene Betrag lag mit 1,7 Mrd. Forint um 35% höher als 2022.

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