Budapest – Normafa utca
Protest gegen geplante Privatschule
Eine englischsprachige Privatschule soll im August in einem ehemaligen Hotelgebäude in der Normafa utca 28 eröffnet werden. Die Verwaltung des 12. Bezirks hat sich jedoch gegen das Projekt positioniert. Dennoch macht die Schule weiterhin Werbung. Ahnungslose Eltern kommen zur Besichtigung.
„Die meisten Eltern werden ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Der Verkehr im Umfeld der Schule wird dramatisch zunehmen“, erklärte Dr. Júlia Szendrey, die Vertreterin der Anwohner-NGO „Grüne Normafa Straße Gesellschaft“ gegenüber der Bezirkszeitung Hegyvidék. Mit dem Erscheinen von Hunderten Autos pro Tag würde der Verkehr in der schmalen Normafa utca und den Nachbarstraßen zusammenbrechen. Da es in der Normafa utca so gut wie keinen Bürgersteig gibt, seien Unfälle vorprogrammiert. Es sei davon auszugehen, dass der Lärm und die Umweltbelastung erheblich zunehmen werden und es auch negative Auswirkungen auf den nahegelegenen Normafa-Park geben wird.
Die Selbstverwaltung des 12. Bezirks teilt die Bedenken der Anwohner. Die Gemeinde habe dem Investor mitgeteilt, dass sie das Schulprojekt ablehnt und die Umwidmung des Gebäudes untersagt hat. Unbeeindruckt davon setzt der Investor seine Arbeiten fort und macht schon Werbung für die Schule. „Damit täuschen sie die Familien, die sich dort bewerben“, meint Dr. Szendrey.
