Budapest-Wahlen

OB bittet um Neuauflage

Der amtierende und mit knappem Vorsprung wiedergewählte OB Gergely Karácsony hat bei der Kurie eine Wiederholung der Oberbürgermeisterwahl in Budapest beantragt.

Tatsächlich hatte der Oppositionspolitiker des Linksbündnisses genau das bereits am Freitag auf einer Demo vor dem Nationalen Wahlausschuss angekündigt. Das führte bei nicht wenigen seiner Anhänger zu Irritationen, die Karácsony in den Foren der Sozialmedien aufforderten, er solle den Wahlsieg annehmen.

Am Montag begab sich der Amtsinhaber jedoch mit dem Anliegen zum Obersten Gerichtshof der Kurie, die OB-Wahl in Budapest zu annullieren und eine Wiederholung der Wahl für die ganze Stadt anzuordnen. „Ich weiß, es ist ungewohnt, dass ein Politiker sein Wort hält. Und noch ungewöhnlicher, wenn der Wahlsieger um eine Wiederholung bittet.“ Dann erläuterte er, es gehe ihm um die demokratische Legitimierung. Er gehe nicht von Wahlmanipulationen aus, die gesetzlichen Garantien waren aber nicht in jeder Hinsicht gewährleistet.

Bei der OB-Wahl mit drei verbliebenen Spitzenkandidaten erreichte der Hauptrivale Dávid Vitézy ebenso wie Gergely Karácsony mehr als 371.500 Stimmen, András Grundtner von der Mi Hazánk knapp 40.000 Stimmen. Am Ende gaben 41 Stimmen den Ausschlag zu Gunsten des Amtsinhabers gegen den von der grünen LMP unterstützten unabhängigen Kandidaten, den ab Freitag vor dem Wahltag auch der Fidesz unterstützte.

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