Foto: MTI/ Zoltán Mihádák

Fahrlässige Bauarbeiten?

Fassadenwand stürzt herunter

Am Montagvormittag kam es zu einem Unglück an einem Altbau in der Hauptstadt, der gerade rekonstruiert wird.

Teile des Dachstuhls und der Fassadenwand des fünfgeschossigen Gebäudes an der Ecke Aradi utca zur Jókai utca im 6. Stadtbezirk unweit der Ringstraße setzten sich in Bewegung und rissen beim Absturz Balkone mit in die Tiefe.

Der Steinschlag traf mehrere Fußgänger und beschädigte zahlreiche parkende Autos, unter denen fünf Totalschaden erlitten. Die Feuerwehr durchsuchte mit Spürhunden die Pkw-Wracks und die durch den Dacheinsturz in Mitleidenschaft gezogenen Wohnungen, traf aber zum Glück keine verschütteten Personen an. Vier Passanten wurden durch herabstürzendes Geröll verletzt, eine Frau musste mit schweren Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule ins Krankenhaus eingeliefert werden.

An dem Gebäude waren Instandhaltungsarbeiten im Gange, die Polizei leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Gefährdung ein. Es handelt sich bereits um den zweiten schweren Zwischenfall in Budapest binnen kurzer Zeit, der durch Bauarbeiten an Altbauten ausgelöst wurde. Der Bürgermeister des Stadtbezirks, Tamás Soproni (Momentum), brachte den Fassadensturz vom Montag mit einem Brand in Verbindung, der sich vor einigen Wochen im Dachstuhl ereignet habe. Er bot den Anwohnern im Bedarfsfall Notunterkünfte an.

Fotos: MTI/ Zoltán Mihádák

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