Botschafterin a. D., Dr. Elisabeth Kornfeind. Fotos: AUB

25 Jahre Andrássy-Uni

Akademischer Brückenbau in Mitteleuropa

Ein Vierteljahrhundert nach ihrer Gründung hat sich die Andrássy-Universität Budapest als deutschsprachige Universität außerhalb des deutschen Sprachraums etabliert – im Herzen der ungarischen Hauptstadt und als akademische Brücke zwischen Ungarn, dem deutschsprachigen Raum und den Ländern Mitteleuropas .

Am 11. März erinnerte eine Jubiläumsveranstaltung an diese besondere Geschichte. Im Mittelpunkt des Festakts standen zwei Vorträge, die diese Vernetzung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Rektor Prof. Dr. Zoltán Tibor Pállinger zeichnete die Entwicklung der Hochschule seit ihrer Gründung nach und würdigte ihre Rolle im europäischen Hochschulraum. Die Universität sei nicht nur ein Ort der Lehre und Forschung, sondern auch ein intellektueller Begegnungsraum, in dem sich unterschiedliche politische Kulturen und wissenschaftliche Traditionen Mitteleuropas begegnen.

Rektor Prof. Dr. Zoltán Tibor Pállinger

Weitverzweigte Netzwerke der Zusammenarbeit

Die europäische Dimension dieser Zusammenarbeit stand im Mittelpunkt des Vortrags von Botschafterin a. D., Dr. Elisabeth Kornfeind, einstige Direktorin des Österreichischen Kulturforums in Budapest. Sie sprach über die weitverzweigten Netzwerke der Zusammenarbeit innerhalb der EU und darüber, wie eng Diplomatie, Wissenschaft, Bildung und kulturelle Kooperation heute miteinander verflochten sind.

Gerade Universitäten spielten in diesem Geflecht eine zentrale Rolle, betonte sie. Diese seien Orte der Vernetzung, an denen wissenschaftlicher Austausch, politische Verständigung und kulturelle Zusammenarbeit zusammenkommen. Kooperation entstehe dabei auf vielen Ebenen – zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen, staatlichen Institutionen und kulturellen Organisationen – und bilde ein dichtes europäisches Netzwerk, das weit über nationale Grenzen hinausreiche.

Die Andrássy-Universität sei ein besonders anschauliches Beispiel für diese Form europäischer Zusammenarbeit. Internationale Studiengänge, Studenten aus zahlreichen Ländern und enge Partnerschaften mit Universitäten und Institutionen in ganz Europa machten sie zu einem Knotenpunkt akademischer Kooperation im mitteleuropäischen Raum.

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