Der Weihnachtsbaum des Landes
Advent in Budapest
Die knapp 23 m hohe Silberfichte aus Ibrány, die seit Tagen geschmückt wurde, erstrahlte erstmals in vollem Glanz – getragen von einer 2.500 Meter langen Lichterkette mit rund 16.000 farbigen LEDs.
Ein Baum als nationales Symbol
Der Baum, der wie jedes Jahr vor dem Parlament steht, wurde aus insgesamt 31 angebotenen Fichten von einer Fachkommission ausgewählt. Gekrönt wird er von einem 130 cm großen, 25 kg schweren Bethlehem-Stern. Daneben befindet sich die traditionelle Krippe aus Kisgyőr: lebensgroße, aus Holz geschnitzte Figuren der Heiligen Familie, die dem festlichen Platz eine ruhige, archaische Note verleihen.
Advent als Zeit der Besinnung
Mit der feierlichen Illumination des Landesweihnachtsbaums beginnt in Budapest jene kurze, aber symbolträchtige Zeit des Jahres, in der Licht, Stille und Tradition für einen Moment stärker scheinen als der Alltag. Der Kossuth tér bietet auch in diesem Jahr das Bild einer Gemeinschaft, die dem Winter mit Hoffnung und Zusammenhalt begegnet.
In einer Ansprache erinnerte Parlamentsvizepräsident János Latorcai daran, dass der Advent „Zeit der Erwartung, der Sehnsucht und der Hoffnung“ sei. Ziel dieser Wochen sei es, sich innerlich zu sammeln und Abstand von den alltäglichen Ablenkungen zu gewinnen: „Bis zur Heiligen Nacht wollen wir unsere Herzen so reinigen, dass das Licht der göttlichen Liebe und des Friedens darin seinen Platz finden kann.“ Latorcai verwies auch auf die relativ junge Tradition des Adventskranzes. Trotz seines erst zweihundertjährigen Bestehens sei dieser zu einem der stärksten Symbole des Advents geworden: Der Kranz stehe für die Ganzheit, die vier Kerzen für jene geistige Ausrichtung, die dem Leben Richtung gebe.
