Anklage gegen Schlepper

Zwei Tote nach Raserei

Die Staatsanwaltschaft von Budapest hat Anklage gegen einen 23-jährigen Moldawier erhoben, der einen schweren Verkehrsunfall herbeiführte und anschließend Fahrerflucht beging.

Der Mann beförderte im April 2024 in einem für fünf Personen ausgelegten Pkw acht Nepalesen und raste statt der zulässigen max. 70 km/h mit 112-115 km/h über die Ausfallstraße zum internationalen Flughafen „Ferenc Liszt“. Wie sich später herausstellte, wollte der Moldawier die illegalen Migranten als Schlepper nach Portugal bringen. Vermutlich wegen der unangemessenen Geschwindigkeit geriet der Pkw auf die Gegenfahrbahn, wo er mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen kollidierte, bevor das Auto mit immer noch 85-90 km/h in die rechte Leitplanke krachte. Die zwei Insassen des ersten Pkw im Gegenverkehr kamen bei dem Unfall ums Leben, zwei Personen im zweiten Pkw wurden leicht verletzt. Der Moldawier und die Nepalesen verließen die Unfallstelle fluchtartig, ohne den Opfern Erste Hilfe zu leisten.

Die Ermittler konnten den Schlepper im November 2024 ergreifen, der sich seither in U-Haft befindet. Nun muss sich der junge Moldawier für einen schweren Unfall mit Todesfolge, unterlassene Hilfeleistung und Menschenschmuggel verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine zu vollstreckende Gefängnisstrafe und die Ausweisung des Mannes aus Ungarn.

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12. Dezember 2025 13:40 Uhr