Handelsblatt
Wie Ungarn der Ukraine hilft
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In dem Artikel mit der vielsagenden Überschrift „Warum ukrainische Panzer mit russischem Öl fahren“ wird auf die Rolle der ungarischen MOL-Gruppe verwiesen. „Der eng mit dem ungarischen Staat verbundene Mineralölkonzern MOL“ habe (neben türkischen Lieferanten) seine Diesel-Verkäufe an die Ukraine im vergangenen Halbjahr verdoppelt. Weiter heißt es: „Da MOL in hohem Maße russisches Öl bezieht, dürfte die Kriegsmaschinerie der Ukraine nun vor allem damit betankt werden.“ Zugleich wird auf den Wettbewerbsvorteil verwiesen, den der ungarische Konzern einer Ausnahmegenehmigung der EU verdankt, seine Raffinerien weiterhin mit russischem Öl versorgen zu dürfen. Per Pipeline trifft der Diesel aus Ungarn und der Slowakei in der Ukraine ein.

Hochinteressant.
Auf dem Hintergrund des langsamen aber sicheren Dahinsiechens der Ukraine eine interessante Angelegenheit, die beweist, dass viele am Krieg verdienen. Die Russen wissen sicher, dass Ungarn Panzertreibstoff an die Ukraine verkauft. Hauptsache Rubel und Panzer rollen.