Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky. Foto: MTI/ Tibor Illyés

Kosovo-Konflikt

27 ungarische Soldaten verletzt

Am Pfingstmontag kam es im Norden des Kosovo zu schweren Zusammenstößen zwischen serbischen Demonstranten sowie ungarischen und italienischen KFOR-Soldaten.

Am Montagnachmittag wurden ungarische und italienische Soldaten der KFOR zum Büro des Bürgermeisters in der kosovarischen Gemeinde Zvecan gerufen. Dort hatte sich eine Menschenmenge versammelt, um gegen die Amtseinführung zu protestieren. Die Ergebnisse der letzten Wahlen seien nicht legitim, weil daran nur 3,5% aller Wähler teilnahmen – die serbische Mehrheit boykottierte diese.

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Bei den Zusammenstößen wurden Soldaten aus mehreren Nationen verletzt, so auch 27 ungarische Soldaten, von denen drei Schussverletzungen erlitten. Sieben Ungarn wurden schwer verletzt. Ihr Zustand sei jedoch stabil, informierte das Verteidigungsministerium. Die verletzten Soldaten wurden zur weiteren Behandlung mit dem Airbus A319 der Armee nach Ungarn gebracht – ein mobiles medizinisches Labor an Bord und entsprechendes Fachpersonal machten schon während des Fluges erste Eingriffe möglich.

„Unsere Soldaten haben bewiesen, dass wir ihnen vertrauen können, gleich welche Aufgabe sie im Ausland oder im Inland haben“, erklärte Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky am Dienstag vor Journalisten in Budapest, nachdem das Flugzeug mit zwölf verwundeten Soldaten an Bord gelandet war.

Zu den Zusammenstößen in Zvecan war es gekommen, als die KFOR-Truppe eine gewaltbereite Menge unter Einsatz von Tränengas aufzulösen versuchte. Militante Serben bewarfen die internationalen Ordnungskräfte daraufhin mit Brandsätzen, Steinen und Flaschen.

Ungarn habe ein Interesse an Frieden und Ruhe auf dem Westbalkan, reagierte Außenminister Péter Szijjártó auf die Zusammenstöße im Kosovo.

honvedelem.hu

3 Antworten auf “27 ungarische Soldaten verletzt

  1. Im Kosovo sind die üblichen Zündler am Werk, welche sich auf Unruhestiftung und Destabilisierung ganzer Regionen verlegt haben. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Serbien und Ungarn auf der Liste der “Regimechanger” aus Washington ganz oben stehen.

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23. Mai 2024 11:37 Uhr