Veto
Ministerpräsident Viktor Orbán: „Wir haben alles erwogen und überdacht und beharren auf unserem Standpunkt.“   Foto: MTI / Zsolt Szigetváry

Orbán im Kossuth-Radio

„Ich möchte keinen Kompromiss eingehen“

„Ich möchte keinen Kompromiss eingehen“, erklärte Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag in einem Radiointerview zum ungarischen Veto.

Dabei geht es darum, dass die EU die Frage der Rechtsstaatlichkeit mit den Fördergeldern aus dem nächsten EU-Haushalt bzw. den Geldern aus dem Wiederaufbaufonds verknüpfen möchte. Ungarn und Polen haben dagegen ein Veto eingelegt. „Wir haben alles erwogen und überdacht und beharren auf unserem Standpunkt“, sagte Orbán.

Nun sei eine Lösung notwendig, damit die bedürftigen Länder die Gelder erhalten. Erneut wiederholte Orbán, dass George Soros zahlreiche Europaabgeordnete beeinflusse und jene Länder bestrafen wolle, die keine Migranten ins Land lassen. Soros müsse endlich klar gemacht werden, dass er keinen Einfluss auf Europa haben darf.

„Ungarn wird keine Ruhe geben“, betonte Orbán. Hinsichtlich der Versuche, Ungarn und Polen zu spalten, erklärte der Premier, in Mitteleuropa bestehe eine phantastische Zusammenarbeit. Mitteleuropa kann seine nationale Souveränität noch schützen, dies sei im Westen „weniger in Mode“.

„Wir können unsere Länder vor der Einwanderung, unsere christlichen Traditionen und Lebensweise schützen. Westeuropa besteht mittlerweile aus Einwanderungsländern und einer Multi-Kulti-Gesellschaft.“

 

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30. Juni 2022 10:07 Uhr