Pakistan und Ungarn verteidigen ihre souveräne Außenpolitik, waren sich die Außenminister bei ihrem Treffen in Budapest einig. Foto: MTI/ Zoltán Máthé

Ungarn-Pakistan

Unter Erwartungsdruck

„Ein Land, das nicht imstande ist, eine souveräne Außenpolitik zu verfolgen, verliert die Hoffnung, seine nationalen Interessen zur Geltung zu bringen.“

Diese Aussage machte Außenminister Péter Szijjártó (r.) am Mittwochabend auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Bilaval Bhutto Zardari aus Pakistan.

Beide Länder hätten mit ernstzunehmenden Sicherheitsherausforderungen in ihrer Nachbarschaft zu kämpfen. Sie müssen ihre Entscheidungen unter dem Erwartungsdruck der Großmächte sowie ihrer Freunde und Partner treffen, und doch sei es sowohl Ungarn als auch Pakistan gelungen, selbst in diesem komplizierten internationalen Umfeld der jüngeren Jahre ihre souveräne Außenpolitik beizubehalten. Szijjártó drückte seinem Gast den Dank Ungarns aus, dass Pakistan engagiert im Kampf gegen Migration und Terrorismus auftritt.

Auf Wirtschaftsfragen eingehend hob der ungarische Chefdiplomat hervor, MOL sei mittlerweile praktisch das einzige westliche Energieunternehmen, das dem südasiatischen Land nicht den Rücken kehrte. Der ungarische Mineralölkonzern gebe mehr als 800 Menschen Arbeit und trage zur Versorgungssicherheit Pakistans bei. Schließlich gab Szijjártó bekannt, dass Ungarn die Zahl seiner Stipendien für junge Menschen aus Pakistan wegen der enormen Nachfrage (von mehr als 12.500 Bewerbungen!) auf 400 Plätze verdoppelt. „Wir hoffen, dass diese jungen Menschen nach ihrem in Ungarn absolvierten Studium zu Botschaftern des guten Willens werden.“

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