christlich
Staatspräsidentin Katalin Novák startete ihre US-Reise mit einem Vortrag zum christlichen Selbstverständnis der Ungarn. Foto: Sozialmedien/ Katalin Novák

US-Reise von Staatspräsidentin Katalin Novák

“Unsere Lebensweise und Traditionen sind christlich”

„Es mag ja sein, dass heute weniger Menschen regelmäßig in die Kirche gehen. Unsere Lebensweise und unsere Traditionen sind jedoch christlich“, sagte Katalin Novák am Sonntagabend in New York.

Die Staatspräsidentin hielt einen Vortrag vor führenden christlichen Intellektuellen der USA, in dem sie Ungarn nach seiner Definition und ausgehend von seiner Geschichte als christliches Land einstufte. Mit Maßnahmen und Projekten zum Schutz verfolgter Christen habe Ungarn mittlerweile eine Million Menschen in der Welt erreicht.

Ungarn steht zum traditionellen Familienmodell

In der ungarischen Politik werde der Einzelne ebenso wie die Gemeinschaft als Priorität behandelt, im Sinne einer Souveränität von Individuum, Nation und Staat. Ein Paradebeispiel christlichen Politisierens sei die Familienpolitik. „Der Staat sagt niemandem, wie er zu leben hat, aber er nimmt seine Aufgabe wahr und ernst, Bedingungen zu schaffen, damit die Familien Kinder großziehen können“, erläuterte die Präsidentin diesen Anspruch.

Im Sinne der Bestimmungen des 2012 verabschiedeten Grundgesetzes stehe Ungarn dabei zum traditionellen Familienmodell. Auf den Ukraine-Krieg reflektierend meinte Novák, auch dort brächten wieder die Familien die größten Opfer. Schon im Namen der christlichen Werte müsse der Krieg schnellstmöglich ein Ende finden.

Komplexe Sprache, klares Denken

Der Gastprofessor des Mathias Corvinus Collegium (MCC), Gladen Pappin von der University of Dallas, bezeichnete es als wichtiges Anliegen, den Amerikanern die Augen für die Grundprinzipien der ungarischen Politik zu öffnen. „Ungarisch mag eine überaus komplexe Sprache sein. Aber was sie vermittelt, widerspiegelt ein überaus klares Denken“, resümierte er.

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