Ungarn
Außenminister Péter Szijjártó: „Die EU-Kommission hat keinen blassen Schimmer von den Auswirkungen des Beitritts der Ukraine auf die verschiedensten Lebensbereiche in den Mitgliedstaaten.“ Foto: Mandiner

Außenminister Péter Szijjártó in Brüssel

„Ungarn bleibt standhaft!“

Trotz des Drucks einer Mehrheit der Mitgliedstaaten wurde auf dem Treffen der EU-Minister am Dienstag kein Beschluss über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine gefasst, erklärte Außenminister Péter Szijjártó auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

Stattdessen nahm das Gremium lediglich die Bewertung der EU-Kommission zur Kenntnis, wonach auf dem EU-Gipfel in dieser Woche eine Entscheidung getroffen werden soll. Szijjártó betonte, dass Position von Ungarn zur Ukraine keine „taktische Position“ sei. Es gebe keinen Verhandlungsspielraum, da die Regierung der Meinung sei, die EU sei nicht bereit, einen gut strukturierten Beitrittsprozess mit dem Land einzuleiten, der gegenseitige Vorteile gewährleiste.

„Die EU-Kommission hat keinen blassen Schimmer

von den Auswirkungen des Beitritts der Ukraine

auf die verschiedensten Lebensbereiche

in den Mitgliedstaaten.“

Ungarn sei es zudem gelungen, aus dem ursprünglichen Vorschlag die Aussicht auf Maßnahmen gegen die Serben zu streichen. Dazu gehörte die Androhung, Gemeinschaftsmittel für die Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina einzufrieren.

2 Antworten auf “„Ungarn bleibt standhaft!“

  1. Orbán sagte im Parlament, dass im Falle eines Beitritts, der dann in ein paar Jahren käme und in der Vorbereitung viele Milliarde kosten würde, alle Staaten der EU außer der Ukraine zu Nettozahlern würden und insbesondere Landwirtschaft und Logistik-Unternehmen der östlichen EU-Länder zerstört würden, letztendlich ganze Staaten. Orbán berief sich dabei auch auf die Zahlen eines deutschen Instituts. Außerdem sagte er, dass der Ami-Außenminister Blinken als Folge der US-Kriegspolitik für die USA eine Win-Win-Situation in der Ukraine sieht. Orbán fügte hinzu, dass sich US-Firmen reichlich Immobilien und Agrarflächen unter den Nagel gerissen hätten.
    Wenn dass kein Trick der ami-Democrats ist, Europa zu zerstören!
    Ich hoffe, dass Ungarn, Österreich und die Slowakei jetzt diesen Wahnsinn der ukrainischen EU-Erweiterung stoppen.

    https://www.youtube.com/watch?v=vVWxhhoIVmQ

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  2. Auf Ungarn und Herr Orban setzten viele Bürger anderer EU-Länder die große Hoffnung, daß er als Einziger vernünftig bleiben und die Einleitung Aufnahmeverhandlungen mit der Ukraine verhindern würde.
    Umso mehr ist es enttäuschend, daß er nach all den starken Äußerungen im Vorfeld nun durch Fernbleiben den übrigen EU-Regierungen frei Bahn für diese historisch unsinnige und gefährliche Entscheidung gelassen hat. Die Brüsseler Zentralisten haben sich wieder einmal gegen die Interessen der Mitgliedsnationen und deren Bürger durchgesetzt.

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23. April 2024 12:40 Uhr