Usbekistan
Ungarn bietet spezielle Kühltechnik
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In Budapest fand bereits die 8. Sitzung des Zwischenstaatlichen Ausschusses Ungarn-Usbekistan für wirtschaftliche Zusammenarbeit statt. Diese stand unter Leitung von Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó (l.) und von Lasis Kudratow (r.), Minister für Investitionen, Industrie und Handel Usbekistans. Szijjártó erinnerte auf der anschließenden Pressekonferenz an das Vorhaben des Partnerlandes, ein neues Kernkraftwerk zu errichten. Da im Planungsgebiet nicht ausreichend Wasser für die Kühlung zur Verfügung stehe, biete sich die MVM EGI als Zulieferer einer spezifischen ungarischen Technologie für die Trockenkühlung solcher AKW-Anlagen an. „Das Unternehmen verfügt über großartige Referenzen; erhält die ungarische Technologie den Zuschlag, wäre das der größte Exportvertrag in der Geschichte des hiesigen Energiesektors“, schwärmte der Außenwirtschaftsminister. Abgesehen davon bildet Ungarn jährlich zehn künftige Nuklearfachleute aus Usbekistan an seinen Hochschulen aus.
Unmittelbar neben der Hauptstadt Taschkent wird eine Sonderzone für die Ansiedlung ungarischer Firmen eingerichtet. Unternehmen aus dem Pharma-, Agrar- und Nahrungsmittelsektor hätten Interesse bekundet. Ein spezieller Kapitalfonds wird aufgelegt, um diese Planungen finanziell abzusichern. Ein stabiles Rückgrat bietet für solche Unterfangen natürlich auch der Umstand, dass die OTP als Flaggschiff der ungarischen Wirtschaft kürzlich 73% der Geschäftsanteile an einer der größten Banken im Lande erwerben konnte. Ungarn habe den Vorteil, meinte Szijjártó, die Bedeutung Mittelasiens bereits erkannt zu haben, als andere diese Region noch belächelten. So müsse man heute nicht bei null anfangen, wenn es um den Aufbau wertvoller Beziehungen geht.

