Ukraine-Krieg

Träume von Transkarpatien?

Ungarn protestiert gegen Äußerungen der ukrainischen Stellvertretenden Ministerpräsidentin.

Iryna Wereschtschuk hatte dem Nachbarn vorgeworfen, der Ukraine in den Rücken zu fallen, nur um die russischen Gaslieferungen nicht zu gefährden. Sie merkte an, im Stillen würde die Orbán-Regierung wohl schon von der Einnahme Transkarpatiens träumen. Wereschtschuk hatte diese Thesen über die Sozialmedien verbreitet, woraufhin die ukrainische Botschaft Ungarns reagierte, was die Politikerin da kombiniere, sei nicht nur vollkommen falsch und unbegründet, sondern geradezu beleidigend. Es sei traurig, dass einmal mehr Transkarpatien und die dort lebende ungarische Minderheit in den Mittelpunkt von Spekulationen gerückt wird.

Die Botschaft zählte schließlich jene Fakten auf, die solche Vorwürfe entkräften sollen. So habe Ungarn seit Kriegsausbruch bereits mehr als 640.000 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen, welche Zahl täglich weiter steige. Dank freiwilliger Spenden ungarischer Bürger und Leistungen des Staates lieferte Ungarn dem Nachbarn bislang 5.000 t Hilfsgüter im Wert von mehreren 10 Mio. Euro. Ungarn trage alle Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen den Aggressor mit und unterstütze einen EU-Kandidatenstatus des Landes. Schließlich trage Ungarn mit Energielieferungen dazu bei, das normale Leben in der Ukraine aufrechtzuerhalten.

 

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8. August 2022 11:00 Uhr