Tag der deutschen Einheit
Johannes Haindl, Botschafter der Bundesrepublik Deutschlands in Budapest, am Samstag, dem Tag der deutschen Einheit bei einer Veranstaltung am Stefánia-Palais: „Es bleibt unvergessen, dass hier in Ungarn der erste Stein aus der Mauer geschlagen wurde.“ (Foto: MTI/ Zsolt Szigetváry)

Tag der deutschen Einheit

„Deutschland schuldet Ungarn noch immer Dank“

„Der 3. Oktober 1990, der Tag der deutschen Wiedervereinigung, ist einer der glücklichsten und emotionalsten Momente der jüngeren deutschen Geschichte. Unvergessen bleibt, dass hier in Ungarn der erste Stein aus der Mauer geschlagen wurde. Dass die Dynamik des Wendejahres 1989 hier ihren Ausgang genommen hat. Und dass wir Deutschen es auch Ungarn zu verdanken haben, dass die deutsche Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit möglich wurde. Deutschland schuldet Ungarn bis zum heutigen Tage Dank“, erklärte Johannes Haindl, Botschafter der Bundesrepublik Deutschlands in Budapest, am Samstag bei einer Veranstaltung am Stefánia-Palais.

Der diesjährige Tag der deutschen Einheit fand aufgrund der anhaltende Pandemie ohne großen Empfang, im Garten des Stefánia-Palais statt, wo im Sommer 1990 nach den ersten freien Wahlen in der DDR die Verteidigungsminister der drei Länder – Rainer Eppelmann (DDR), Gerhard Stoltenberg (BRD) und Lajos Für (Ungarn) symbolisch zwei Bäume mit der Botschaft pflanzten.

„Enge Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland“

Haindl betonte, dass ohne die Grenzöffnung durch Ungarn 1989 die Wiedervereinigung nicht gelungen wäre. Diese beiden Bäume symbolisieren nicht nur die beiden deutschen Staaten, sondern auch die engen Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland. Die einzelnen Nationalstaaten können alleine die großen globalen Herausforderungen nicht mehr bewältigen. Sie sind auf die Stabilität der EU angewiesen.

„Ohne den Zusammenhalt Ungarns und Deutschlands wäre Europa ärmer und schwächer“, betonte Verteidigungsstaatssekretär István Szabó. „Die Grenzöffnung am 10. September 1989 war für den gesamten Ostblock ein Meilenstein auf dem Weg zu Freiheit und Demokratie. Dies bedurfte in Anbetracht dessen, dass in Ungarn mehr als 10.000 Sowjetsoldaten stationiert waren, eines großen Mutes.

„Hoffnungssymbol für Frieden, Zusammenhalt und eine großartige Zukunft”

Die Ereignisse von 1989 brachten die Völker Europas näher einander“, sagte Szabó. Deutschland und Ungarn arbeiten mittlerweile in zahlreichen Bereichen zusammen. Er hoffe, dass die vor 30 Jahren gepflanzten Bäume nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern ein Hoffnungssymbol für Frieden, Zusammenhalt und eine großartige Zukunft sind.

Ministerpräsident Viktor Orbán gratulierte in einem Brief Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bürgern Deutschlands zum Tag der deutschen Einheit. „Auch wir Ungarn feiern mit Ihnen. Wir unterstützten vor 30 Jahren die Wiedervereinigung Deutschlands, weil wir wussten, dass unsere Freiheit und Unabhängigkeit ohne diese eine unerfüllte Hoffnung bleiben würde.“

Ein Gedanke zu “„Deutschland schuldet Ungarn noch immer Dank“

  1. Was heißt hier noch immer?
    Deutschland spaltet Europa, möchte die Kavallerie schicken, will andere Staaten aushungern, lügt wie gedruckt, will gleichzeitig mit Druck die Vereinigten Staaten von Europa. Danke aber an Ungarn, Polen und Gorbatschow für die Deutsche Einheit. Ohne die Länder würden die einen noch Trabi und Lada fahren und die anderen alles besser wissen.

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