Péter Szijjártó (l.) am Dienstag zusammen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Ankara: „Ungarn tritt weiterhin für einen gradlinigen, aufrichtigen und von gegenseitigem Respekt geprägten Dialog mit der Türkei ein.“ (Foto: Außenministerium / Mátyás Borsos)

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Szijjártó: Ungarn für aufrichtigen, respektvollen Dialog mit der Türkei

Die EU soll mit Ankara ein neues Flüchtlingsabkommen abschließen, damit die Türkei die Migration an ihren Grenzen stoppen kann, erklärte Außenminister Péter Szijjártó am Dienstag nach Verhandlungen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Ankara.

Brüssel habe der Türkei früher 6 Mrd. Euro versprochen, doch derzeit sei der bislang ausgezahlte Betrag strittig. Szijjártó zufolge müsse diese Frage umgehend geklärt werden, da die Migrationswellen nicht mehr nur Sicherheits- und kulturelle, sondern nun auch ernsthafte Gesundheits- und Wirtschaftsrisiken in sich bergen.

Szijjártó unterstrich weiterhin, dass die Zukunft der EU in hohem Maße davon abhänge, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Brüssel und Ankara in der kommenden Zeit entwickle. „Ungarn tritt weiterhin für einen gradlinigen, aufrichten und von gegenseitigem Respekt geprägten Dialog mit der Türkei ein“, so der ungarische Außenminister. Brüssel solle endlich bezüglich der Türkei die Heuchelei und Doppelzüngigkeit sein lassen. „Es wäre gut, wenn die Vertreter der EU-Mitgliedsländer das gleiche sagen würden, egal ob nun ein Vertreter der türkischen Regierung im Saal ist oder nicht“, so Szijjártó.

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