Szijjártó
Außenminister Péter Szijjártó: „Einheimische Unternehmen sind die Seele der Volkswirtschaft, ihre Unterstützung ist Pflicht der Regierung.“ Foto: MTI/ György Varga

Außenwirtschaft / Minister Szijjártó

Staatliche Förderung von exportierenden Unternehmen

Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó überreichte am Mittwoch insgesamt 30 Unternehmen staatliche Förderdokumente zur Unterstützung ihrer Exportaktivitäten.

„Das neue Zeitalter der Weltwirtschaft beginnt mit einem zugespitzten Wettbewerb, gleichzeitig eröffnen sich jedoch neue Möglichkeiten für ungarische Firmen im Ausland. Infolge der Corona-Pandemie sind zahlreiche Firmen geschwächt, wurden aufgelöst oder verschwinden vom Weltmarkt“, so Szijjártó. „Ungarische Unternehmen könnten nun diese Marktlücken füllen, Umsätze und Personal erhöhen und damit die ungarische Wirtschaft stärken“, so der Minister weiter. Szijjártó bezeichnete die einheimischen Unternehmen als Seele der Volkswirtschaft, ihre Unterstützung sei Pflicht der Regierung.

Nationales Exportschutzprogramm

Mit internationalen Erfolgen können primär jene Branchen rechnen, in denen die Ungarn zu herausragenden Leistungen fähig sind, so in der Informatik, im Ingenieurwesen, bei der Herstellung von Medizintechnik und in der Lebensmittelindustrie. Das Außenwirtschaftsministerium brachte in Zusammenarbeit mit der staatlichen Exportförderungsagentur HEPA als Teil des Aktionsplans zum Schutz der Wirtschaft das Nationale Exportschutzprogramm mit einem Gesamtförderbetrag von 25 Mrd. Forint auf den Weg.

Teil dieses Programms ist die Förderung der Etablierung auf Außenmärkten mit einem Rahmen von 2 Mrd. Forint, in deren Genuss insgesamt 46 Firmen gelangen.

Schutz vor ausländischen Akquisitionen

Zu den ersten geförderten Unternehmen gehört die Cellum Global Zrt. Wie ihr Vorstandsvorsitzender János Kóka (ehemals Wirtschaftsminister der Gyurcsány-Regierung) informierte, investierte Cellum in den vergangenen Jahren 3 Mrd. Forint in die Entwicklung von mobilen Zahlungstechnologien.

Software sei zwar einer der Exportschlager Ungarns, dennoch bedürfen die Entwicklungsunternehmen staatlicher Förderung, um am Weltmarkt bestehen zu können, weil sie ansonsten schnell ins Visier von ausländischen Akquisitionen geraten würden, erklärte Kóka.

Der Reifenhersteller RTH Versenyabroncs Kft. will mit der Förderung einen Schauraum sowie einen modernen Online-Shop einrichten und sich am polnischen Markt etablieren. Das Unternehmen mit Sitz in Székesfehérvár ist in Mittel- und Osteuropa der offizielle Distributor von Rennreifen der Firma Hankook.

Die in der Süßwarenindustrie tätige Chocoland Kft. erhält für ihr 100 Mio. Forint teures Projekt für den Markteintritt in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den VAE staatliche Förderungen in Höhe von 50 Mio. Forint.

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