Ukraine-Krieg
Szijjártó: „Das muss ein Ende haben!“
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Außenminister Péter Szijjártó kommentierte die bedrückende Meldung in den Sozialmedien mit den Worten: „Seit vier Jahren tobt ein Krieg, den alle satthaben. Die Menschen in der Ukraine wollen nicht sterben. Tagtäglich sehen wir Aufnahmen von gewalttätigen Zwangsrekrutierungen, es findet eine Menschenjagd auf offener Straße statt. Viele ukrainische Männer versuchen verzweifelt, das Land zu verlassen, um nicht an die Front zu müssen, die wahrscheinlich den Tod bedeutet. Die ukrainische Grenzwache setzt ihrerseits alle Hebel in Bewegung, um Fahnenflüchtige zu stoppen.“
Dieser Tage wurde an der grünen Grenze zu Ungarn ein Mann verhaftet, der fünf Ukrainern bei der Flucht ins Nachbarland helfen wollte. Das ungarische Hauptkonsulat in Beregszász (Berehove) gewährte dem ungarischen Staatsbürger umgehend konsularischen Beistand, das Außenministerium steht ihm in dem polizeilichen Verfahren zur Seite. „Dieser Fall verdeutlicht einmal mehr, dass dieser Krieg endlich aufhören muss. Die Zwangsrekrutierungen müssen ein Ende finden“, forderte Außenminister Szijjártó, der zugleich auf den unhaltbaren Zustand verwies, dass die EU-Zentrale in Brüssel über all diese Fälle hinwegsieht. „Dieses Wegsehen heißt nichts anderes, als dass diese brutalen Zwangsrekrutierungen durch Brüssel gebilligt und gutgeheißen werden.“
Am Montagnachmittag wurde bekannt, dass der um sich greifenden Praxis der Zwangsrekrutierungen ein weiterer Ungar in Transkarpatien zum Opfer gefallen ist. Eine Familie mit drei Kindern in Ungvár warte nun vergeblich auf die Heimkehr des 40-jährigen Vaters, sagte Außenminister Péter Szijjártó auf einer Pressekonferenz in Budapest. Die Orbán-Regierung nehme Kontakt zu der Familie auf und werde ihr jede erdenkliche Hilfe zuteilkommen lassen.
