Szijjártó
Außenminister Péter Szijjártó vor den UNO in New York: „Die Kriegsrhetorik ist noch immer lauter als die Friedensrhetorik. Die weltweite Mehrheit der Friedensbefürworter muss noch lauter werden!" Foto: Außenministerium

Außenminister Péter Szijjártó vor der UNO

“Friedensbefürworter müssen lauter werden!”

„Wir müssen den Teufelskreis aus Krieg, zunehmenden Migrationsströmen, der ständig wachsenden Bedrohung durch Terrorismus und Umweltprobleme durchbrechen. Andernfalls entsteht eine unlösbare Situation“, forderte Außenminister Péter Szijjártó.

Obwohl es sich um einen regionalen Krieg in der Ukraine handelt, habe der bewaffnete Konflikt globale Auswirkungen, erklärte Szijjártó am Dienstag in New York vor dem UN-Sicherheitsrat. Das Risiko einer Eskalation steigt mit jedem Tag; je länger die Kämpfe andauern, desto mehr Menschen sterben.

Der Außenminister betonte erneut, dass es keine wirkliche Lösung auf dem Schlachtfeld gibt, wo nur die Zahl der Toten steigen kann, und dass eine Lösung nur auf dem Verhandlungswege erreicht werden könne. „Die Kriegsrhetorik ist noch immer lauter als die Friedensrhetorik. Die weltweite Mehrheit der Friedensbefürworter muss noch lauter werden”, appellierte er an die Adresse des Friedenslagers.

Szijjártó: „Ära der Bedrohungen und Gefahren”

Er wies darauf hin, dass die Welt bereits vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine in einer Ära der Bedrohungen und Gefahren lebte und dass der zunehmende Migrationsdruck, die immer größere Bedrohung durch den Terrorismus und die ökologischen Herausforderungen in Verbindung mit bewaffneten Konflikten einen „schrecklichen Teufelskreis“ geschaffen haben.

Ungarn stehe unter doppeltem Sicherheitsdruck – von Osten her wegen des Krieges und von Süden her wegen der Migration. In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass die ungarischen Behörden im vergangenen Jahr rund 270.000 illegale Grenzübertrittsversuche verhindern konnten.

Abkommen UNOCT-Ungarn

Ungarn und das Büro der Vereinten Nationen für Terrorismusbekämpfung (UNOCT) haben in New York ein Abkommen über die Teilnahme ungarischer Experten an der Ausbildung afrikanischer Spezialisten zur Aufdeckung von Terroristen und zur Verringerung der weltweiten terroristischen Bedrohung unterzeichnet. Das regionale Hauptquartier des UNOCT befindet sich im Übrigen in Budapest, dem zweitgrößten Büro nach New York. Von hier  aus werden die afrikanischen Länder bei ihren Bemühungen zur Terrorismusbekämpfung unterstützt.

13 Antworten auf ““Friedensbefürworter müssen lauter werden!”

  1. In welchem EU-Land sind die Menschen gefragt worden, ob sie an dem Krieg in der Ukraine teilnehmen wollen ?
    Man sollte das schleunigst nachholen. Ständig wird den Bürgern gepriesen, dass wir in der besten Demokratie aller Zeiten leben. Wo denn ? Wir Europäer wurden nicht nach der EU gefragt, wir durften nicht über den Euro abstimmen und die Spitze der EU, Frau VdL, wurde in ihr Amt eingesetzt . Das ist ja nichts Neues. Aber an einem Krieg teilzunehmen, den die Bevölkerung nicht haben will, ist nochmal eine andere Hausnummer.
    Am Anfang war ich ja fast alleine, als ich mit der weissen Fahne wedeln wollte. Inzwischen sind viele im Umfeld dazu gekommen, die sagen, das Sterben in diesem Krieg hat keinen Zweck und er sollte schnell beendet werden. Aber Verhandlungen aufzunehmen erfordert anscheinend mehr Mut als eine Ausbildung zum Panzerfahrer.

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  2. Um Verhandlungen aufzunehmen bedarf es verhandlungsbereiter Partner. Ist Putin zu Verhandlungen bereit? Ja, aber nur zu seinen vorher festgelegten Bedingungen, nämlich die Übergabe der Ukraine an Rußland.
    Selenskyi hat deshalb auch Vorbedingungen, nämlich den vollständigen Abzug der Russen von ukrainischem Staatsgebiet.
    Wie viel Chancen für ein Ergebnis hat eine solche Verhandlung?

    Ich frage mich was die Ungarn tun würden, wenn sie von einem anderen Land annektiert werden. Stillhalten und sich einnehmen lassen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber andere sollen es tun? Damit alles wieder so wird wie früher, damit die Preise wieder sinken?

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    1. “Ich frage mich was die Ungarn tun würden, wenn sie von einem anderen Land annektiert werden. Stillhalten und sich einnehmen lassen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber andere sollen es tun? Damit alles wieder so wird wie früher, damit die Preise wieder sinken?”

      Vor ca. 10 Jahren hatte meine Mutter eine liebenswerte Pflegerin. Diese war mit ihrer Mutter (einer Lehrerin) und ihrer Tochter aus der Ukraine nach Deutschland eingewandert.
      Denn in der Ukraine sei es für sie nicht mehr lebenswert gewesen.
      Bei Kriegsausbruch haben viele Menschen sofort das Land verlassen.
      Selenskyj hat dann die Wehrpflicht für 18 bis 60jährige Männer eingeführt.
      Nach einem Jahr sollte man die Bevölkerung fragen, wie es weitergehen soll, ob sie den Krieg oder einen Waffenstillstand haben möchte.
      Ich sehe das natürlich ganz naiv als alte Frau, die dem Leben zutiefst dankbar ist, dass sie keinen Krieg erleben musste.

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      1. Und Frau Nuland. Die sagte telefonisch: Fu*k die EU. Nämlich die USA hat 5.000.000.000 Dollar in Sturz der gewählte Regierung investiert. Sie wollten mit allen Mittel den Putsch.
        Die USA hat schon viele Putsch organisieren und bezahlt.

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  3. Denn in der Ukraine sei es für sie nicht mehr lebenswert gewesen.
    Bei Kriegsausbruch haben viele Menschen sofort das Land verlassen.
    Selenskyj hat dann die Wehrpflicht für 18 bis 60jährige Männer eingeführt.
    Nach einem Jahr sollte man die Bevölkerung fragen, wie es weitergehen soll, ob sie den Krieg oder einen Waffenstillstand haben möchte.
    Ich sehe das natürlich ganz naiv als alte Frau, die dem Leben zutiefst dankbar ist, dass sie keinen Krieg erleben musste.

    Ich bin auch nicht mehr jung und ebenfalls froh keinen Krieg erleben zu müssen.

    Schöne Idee das Volk nach einem Jahr zu befragen ob es den Krieg noch will.
    Für das angegriffene Volk würde das aber in der Praxis bedeuten das es eingenommen und okkupiert wird wenn es sich gegen den Krieg entscheidet. Ob das ukrainische Volk das möchte, bezweifle ich. Dann wären ja alle ihre vielen Toten, die Zerstörungen und alles Schlimme was sie bisher ertragen mussten total für umsonst gewesen.

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    1. Lesen Sie : http://www.magyarnemzet.hu ” Holodomor újratöltve”. Sie können von ungarisch auf deutsch mit Google übersetzen lassen.
      Die Bevölkerung, die Reproduktion also Kinder bekommen und großziehen fähig wäre, entweder im Ausland, gestorben oder im Krieg. Selenzkij sagte nicht einmal öffentlich, er wird die gesamte russische Bevölkerung töten. Vermutlich alle andere Minderheiten auch ” nachher”. In Russland lebten viele Millionen Ukrainer vor dem Krieg und auch jetzt. Nach UNO Zahlen die meiste Menschen aus Ukraine flüchteten nach Russland.

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  4. Eva Westermann sagt:
    17. Juni 2023 11:32 um 11:32 am Uhr
    Und Frau Nuland. Die sagte telefonisch: Fu*k die EU. Nämlich die USA hat 5.000.000.000 Dollar in Sturz der gewählte Regierung investiert. Sie wollten mit allen Mittel den Putsch.
    Die USA hat schon viele Putsch organisieren und bezahlt.

    Victoria Nuland hat schon viel erzählt und für dieses Telefongespräch hat sie sich entschuldigt.
    Man muss auch nicht alles glauben was so erzählt wird.

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