Migration
Szijjártó: Aggressive Politik beenden!
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Dies erklärte Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó am Mittwoch nach der Sitzung des ungarisch-tunesischen Wirtschaftsausschusses in Budapest. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem tunesischen Amtskollegen Nabil Ammar betonte er, dass Europa heute gleichzeitig vor zwei großen Sicherheitsherausforderungen steht: Krieg im Osten und Migrationsströme aus dem Süden. Szijjártó ging auf den dramatischen Anstieg der Lebensmittelpreise, die schwere Getreideversorgungskrise in Tunesien und anderswo in der Welt ein. In diesem Zusammenhang warnte er davor, dass die Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in der Ukraine bereits fragile Regionen destabilisieren und zu neuen Sicherheitsherausforderungen führen könnten. „Leider müssen wir feststellen, dass die Migration jetzt an Fahrt gewinnt, denn die Entscheidung Brüssels, den EU-Mitgliedstaaten eine Pflichtquote aufzuerlegen, ist praktisch eine Einladung an die Migranten“, kritisierte er.
Enormes wirtschaftliches Potenzial
Es gebe enormes Potenzial für eine Zusammenarbeit zwischen ungarischen und tunesischen Unternehmen, sagte Szijjártó. Es sei wichtig, Vorzeigeprojekte zu haben. Er begrüßte in diesem Zusammenhang den Bau einer ungarischen Vormischungsanlage in Tunesien und die Errichtung einer Kamelmilchverarbeitungsanlage durch ein anderes ungarisches Unternehmen im Wert von 8 Mio. Euro. Zudem hat Tunesien reges Interesse an ungarischen Agrar- und Nahrungsmittelerzeugnissen, modernen Technologien der Wasserwirtschaft sowie medizinischen Instrumenten. Einheimische Firmen könnten sich auch an der Entwicklung der tunesischen Infrastruktur beteiligen, etwa beim Bau von Eisenbahnstrecken.
