Schwedens NATO-Beitritt

Szabadeuropa.hu: „Never ending story“

Offenbar handelt es sich bei der Zustimmung Ungarns zum NATO-Beitritt Schwedens doch um mehr, als nur „eine technische Frage“.

Das schreibt zumindest das Portal szabadeuropa.hu („Freies Europa“) unter Hinweis auf vertrauliche Quellen aus diplomatischen Kreisen. Demnach wolle das ungarische Parlament die lange anstehende Ratifizierung der Dokumente auch im Herbst solange nicht auf die Tagesordnung nehmen, wie sich Stockholm nicht zu einer außerordentlichen Geste bereiterklärt: Der Ministerpräsident oder zumindest der Außenminister Schwedens müsste nach Budapest reisen, um mit seinem ungarischen Pendant zusammenzutreffen.

Das wird von dem regierungskritischen Portal als „Gang nach Canossa“ beschrieben, wenn man die schwedischen Positionen kenne. So werde die Regierung Schwedens kaum auf höchster Ebene assistieren wollen, wie sich die Ungarn anlässlich einer solchen Begegnung persönliche Bestnoten in Sachen Demokratiezustände und Geltendmachung der Menschenrechte ausstellen.

Als „Minimum“ erwarten die Ungarn an einen ähnlichen „Händedruck“ auf neutralem Gelände, wie ihn Ministerpräsident Ulf Kristersson dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unter den Augen von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gab. Dazu schreibt szabadeuropa.hu: „Wer die Schweden und die Grundsätze ihrer Diplomatie kennt, weiß genau, dass sie keine leeren Gesten machen.“ Die Ironie an der Geschichte sei, dass sich ungarische Diplomaten dieser Lage sehr wohl bewusst sind. Den Widerspruch kommentierten sie gegenüber dem Portal mit den Worten: „Nicht wir wollen Mitglied der NATO werden.“

„Das ist eine Zeitungsente“

Der Staatssekretär des Außenministeriums, Tamás Menczer, reagierte auf den Bericht des Portals noch am Montagabend gegenüber der amtlichen Nachrichtenagentur MTI: „Dass der schwedische Ministerpräsident oder sein Außenminister nach Ungarn reisen soll, weil Ungarns Regierung das in Verbindung mit Schwedens NATO-Beitritt erwartet, ist eine Zeitungsente.“

Ein Gedanke zu “Szabadeuropa.hu: „Never ending story“

  1. In Schweden gibt es anscheinend nur Marionetten des US-Imperialismus, die Kanonenfutter für die USA/Multis sein wollen. Schließlich haben die NATO-Pläne das deutlich beschlossen. Überhaupt gibt ja außer Rechtsparteien in nur einigen Ländern bloß nur solche Marionetten in ganz Europa außer in Rußland und in Weißrußland – so wie Europa vor gut 200 Jahren fast nur aus Napoleons Marionetten bestanden hat.

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