Foto: Außenministerium

AKW Paks 2

Stellen sich Habeck und Baerbock quer?       

„Wir werden nicht hinnehmen, dass grüne Minister der deutschen Bundesregierung die Erweiterung des Atomkraftwerks Paks behindern.“ Diese markige Aussage traf Außenminister Péter Szijjártó am Freitag auf einer Pressekonferenz in Budapest.  

Die EU-Kommission habe nichts gegen das Projekt AKW Paks 2 einzuwenden, die deutsche Regierung hingegen schon, genauer gesagt deren grüne Minister, führte Szijjártó aus. „Das können wir nicht akzeptieren, denn die nukleare Zusammenarbeit mit Russland unterliegt bis heute keinerlei Sanktionen.“

Ein unglaublicher Vorgang

Rosatom habe einen Vertrag mit dem deutsch-französischen Konsortium aus Siemens Energy und Framatome für die Lieferung von Steuerungstechnik geschlossen. Die französische Exportaufsicht habe Framatome die entsprechenden Genehmigungen erteilt. „Die deutschen Bundesminister für Wirtschaft und für Auswärtiges blockieren jedoch derzeit die Herausgabe einer solchen Genehmigung für Siemens.“ Jedes Land dürfe souverän entscheiden, wie es seinen Energiemix zusammenstellt, brachte Szijjártó in Erinnerung.

Außenminister Péter Szijjártó telefonierte noch in New York – wo er vor dem UN-Sicherheitsrat sprach – mit dem russischen Energieminister Alexander Nowak. Foto: Außenministerium

„Die Frage unserer Energiesicherheit ist eine Angelegenheit von nationalem Rang. Dass eine europäische Regierung ohne Ermächtigung durch europäische Regeln aus welchen politischen oder ideologischen Gründen auch immer Investitionen blockiert, die für die Gewährleistung der Energieversorgungssicherheit eines anderen Landes notwendig sind, ist ein unglaublicher und empörender Vorgang“, betonte der Außenminister mit Nachdruck. Er wiederholte, es gebe derzeit keine rechtliche Grundlage, die eine Zusammenarbeit mit den Russen bei der friedlichen Nutzung der Nuklearenergie ausschließe. „Obendrein wollen wir hier eine deutsch-französische Technologie in unserem AKW einsetzen, und genau das behindern nun zwei Minister der Grünen in der Bundesregierung.“

Verträge mit Rosatom vor neun Jahren geschlossen

Szijjártó hatte sich zuvor noch aus New York telefonisch mit dem russischen Energieminister Alexander Nowak konsultiert, der ihm bekräftigte, für Moskau sei die erfolgreiche Realisierung des AKW-Projekts in Paks von strategischer Bedeutung. Wo es die strengen EU-Regeln erlaubten, wolle man das Projekt sogar beschleunigen. Die Verträge mit Rosatom wurden vor neun Jahren geschlossen, Paks steuert heute ungefähr ein Drittel des ungarischen Stromverbrauchs bei. Ungarn brauche die Nuklearenergie, um sich von Energieimporten weitgehend unabhängig zu machen.

Orbán: Rote Linie bei Nuklearenergie

Ministerpräsident Viktor Orbán wiederholte am Freitagmorgen im Kossuth-Radio, Ungarn werde keinen Sanktionsvorschlägen auf dem Gebiet der Nuklearenergie zustimmen. Die Ukrainer machen in dieser Sache seit Wochen Druck, wobei es auch konkret um Sanktionen gegen Rosatom und leitende Repräsentanten des Staatskonzerns geht. Dabei wird kolportiert, Rosatom missbrauche seine heute noch gegebene Befreiung von den Sanktionen, um der russischen Militärindustrie strategisch wichtige Komponenten zu liefern.

Parallelbetrieb würde Fragen aufwerfen

Das Projekt AKW Paks 2 ist aber auch aus einem anderen Grund in Gefahr. Brüssel erteilte die Genehmigungen für staatliche Zuwendungen zu dem Projekt unter der Bedingung, Paks 2 werde als Ersatz für das vor der Abschaltung stehende AKW Paks 1 benötigt. In der gegenwärtigen Energiekrise bereitet die Orbán-Regierung jedoch eine neuerliche Laufzeitverlängerung für das alte Atomkraftwerk vor. Im Falle eines Parallelbetriebs könnten die Grundlagen der Finanzierung in Frage gestellt werden.

Eine Laufzeitverlängerung des bestehenden Atomkraftwerks könnte dem Projekt AKW Paks 2 auch ohne die deutschen Grünen Probleme bereiten. Foto: PA Zrt.

64 Antworten auf “Stellen sich Habeck und Baerbock quer?       

  1. Tja.
    Nach dem russischen Angriffskrieg ist eben nicht mehr vor dem russischen Angriffskrieg.
    Auch die Orban-Regierung will ja mit dem Parallelbetrieb die Regeln ändern.

    Wer zudem noch immer dem Nato-Beitritt von Finnland und Schweden zugestimmt hat, sollte sich nicht wundern, wenn es mit Zustimmungen anderer auch nicht so schnell geht. 😉
    Was die Bundesrepublik ausführt, gehört zudem in den von Fidesz so betonten Bereich der staatlichen Souveränität. 🙂
    Es scheint, dass der Orban-Regierung das eigene Rezept nicht mehr schmeckt.

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  2. Österreich Nachrichten Stockholm: 11 Mitgliedstaaten haben sich heute auf eine verstärkte Kooperation in der Atomenergie beschlossen: Frankreich, Niederlande, Polen, Finnland, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, Slowenien, Slowakei, Finnland, Tschechin.
    OrF.at.
    So what.

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  3. Sie können Schweden getrost dieser Koalition hinzurechnen; allein ihr EU-Ratsvorsitz verbietet es ihnen, aktuell Position zu beziehen. Paris möchte außerdem Italiener und Belgier sowie ev. auch die Balten mit ins Boot holen.

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      1. Deutschland ist nicht ganz allein, es hat z. B. Österreich oder Spanien an seiner Seite. Weitgehend allein ist es aber wohl in seiner radikalen Energiewende-Mentalität, die nur Ideologien und Ideale, aber keine Realpolitik kennt.

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        1. Ich habe keinen Beleg dafür, aber ich glaube dass mehr dahinter steckt als nur Ideologie und Ideale, die keine Realpolitik kennt.
          Im Prinzip hat Deutschland mit der Aufgabe der Steinkohleförderung und z.T. auch der Atomenergie, seine eigenständige Energieversorgung aufgegeben und sich abhängig vom Ausland gemacht. Zunächst von Russland als allerdings immer fairer Handelspartner, und nachdem diese Verbindung zerstört war, primär von den USA.
          Was meinen Sie, ob wohl irgend jemand versuchen wird, die Abhängigkeit Deutschlands von den USA zu torpedieren?

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  4. Nachdem Habeck fleißig daran mitgearbeitet hat, dass die EU-Länder nun ihr Gas zum dreifachen Preis in den USA einkaufen müssen, darf Ungarn natürlich nicht abseits stehen.

    Zu dumm aber auch, dass die USA den Ausfall der durch Sprengung zerstörten Nordstream Pipeline gar nicht ausgleichen können, auch nicht zusammen mit Norwegen, so dass Russland sein Gas nun nach Indien oder Pakistan leitet, wo es die Europäer dann (ebenfalls erheblich teurer) einkaufen können. Das russische Gas wird dann per Schiff nach Europa transportiert, wo es dann z.B. als “indisches Gas” angeliefert wird. Russland kann das egal sein, sie verkaufen ihr Gas nach wie vor. Profiteure sind vor allem die USA und Norwegen, die ihr Gas jetzt bis an die Grenze ihrer Kapazität erheblich teurer verkaufen können, während EU-Bürger die Zeche zahlen.

    Ganz “zufällig” sind die Profiteure auch genau die Länder, die lt. Seymour Hersh’s Enthüllungen an der Sprengung von Nordstream beteiligt waren. Cui Bono…

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    1. Die deutsche Regierung hat gesagt,- sinngemäß- sie wird nicht ihr Wissen ihrer Bürgern sagen, wer der größte Terroranschlag aller Zeiten auf DeutschlNd zivile Infrastruktur und Wohlstand verübt hat. Das nicht veröffentlichen ist Stastsreson. Nun wenn es Stastsredln ist, ein Terroranschlag gegen eigene Bevölkerung zu decken, dann Deutschland kein Rechtstaat. Kein Zweifel. Finanziell, Deutschland holt kein Schadenersatz von den Schuldigen.

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      1. Wie schrecklich;
        Da wurde also etwas gesprengt, das nicht mehr genutzt wurde.
        Und schon bricht in den Augen der Untergangsfanatiker die deutsche Wirtschaft zusammen. 😀
        Diese furchtbar getroffene deutsche Wirtschaft wird in den nächsten Wochen Rekorddividenden an die Aktionäre ausschütten – so schlecht geht es der deutschen Wirtschaft. 😉

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        1. Mann muss schon ziemlich kalt und empathielos sein, wenn man sich hinstellt und die z.T. drastischen Preissteigerungen leugnet. Sicher sind die Menschen unterschiedlich davon betroffen. Die meisten Europäer kommen (noch) ganz gut klar. Aber bereits jetzt gibt es viele Haushalte, die vor allem wegen der extrem gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten inzwischen in ernste Schwierigkeiten geraten. Das sind vor allem die, die schon vor Beginn der Preisexplosion Schwierigkeiten hatten. Ich beobachte jedenfalls, dass die Zahl der “Flaschensammler” an den Supermärkten immer mehr zunimmt. Auch dass Menschen um ein paar Cent bitten (betteln) hat es zuvor in Deutschland nicht gegeben, ausser vielleicht in den Fussgängerzonen mancher Großstädte.

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          1. Herr Hatzig kommt immer gerne mit den Dividenden als Merkmal eines prosperierenden Wohlfahrtsstaates. Ist halt der Blickwinkel eines Aktionärs. Das wird all die Mieter beruhigen, die jetzt in Zeiten des Wohnungsnotstands – und wegen niedriger Beweggründe ihrer Vermieter – auf die Straße gesetzt werden.

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            1. Nun sind Sie der Anwalt der armen Mieter?

              Das Problem mit bezahlbarem Wohnraum gibt es nicht erst seit einem Jahr.
              Es hat auch nichts damit zu tun, dass aktuell das Wirtschaftswachstum minimal ist.
              Wir haben noch immer eine niedrige Arbeitslosigkeit und eine historisch hohe Beschäftigungsquote.

              Das Wohnungsproblem hat vor allem zwei Gründe:
              Die Einkommensschere und der Wohnraumbedarf pro Kopf.
              Wer gut verdient, ist auch in der Lage und bereit mehr Geld für mehr Wohnraum zu bezahlen – das treibt die Nachfrage und somit die Preise bzw. Mieten in die Höhe.
              Andererseits sind die Menschen, die wenig verdienen und diese gestiegenen Preise nicht mehr bezahlen können.
              Wer 10.000€ verdient, der erhält bei einer Tariferhöhung von 3% immerhin 300€ mehr.
              Wer 1.000€ verdient, hat dann nur 30€ mehr im Monat.

              Der Fachkräftemangel sorgt dann zusätzlich dafür, dass die Firmen ihren Fachkräften mehr Geld bieten müssen.

              Hier spielen die aktuellen Krisen aber kaum hinein.
              Die Inflation kann mit Lohnerhöhungen ausgeglichen werden.
              Immerhin fordern die Gewerkschaften nun Sockelbeträge, um die alle Lohngruppen gleichmäßig angehoben werden sollen, was die Schere wieder etwas schließt.

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              1. Na das ist ja drollig. Vielleicht leben sie ja in einer fiktiven Parallelwelt.

                Ich denke dass allen Anwesenden hier, ausser Ihnen, die z.T. drastischen Preissteigerungen für Energie und Lebenshaltungskosten aufgefallen sind. Der Preis für den Liter Diesel lag vor der Preisexplosion Anfang 2022 bei etwa einem Euro. Dann stieg der Preis in meiner Region bis auf 2,20 EUR/Liter und ist jetzt wieder bis auf 1,66 EUR gefallen.
                Was glauben sie was alleine das an Mehrkosten verursacht, z.B. auch für Speditionen, womit sich Transporte verteuern, die dann wieder Güter verteuern usw.
                Und Sie wollen uns nun allen Ernstes Glauben machen, dass es das alles nicht gibt bzw. dass das keine Rolle spielt? Ihnen ist wohl nichts peinlich, oder?

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                1. Oh je – Mehrkosten!
                  Nun schreien wir also gleich wieder herum und beklagen den Untergang.

                  Der BASF jammert und doch schlägt er eine Dividende wie im Jahr vor dem Energiepreisanstieg vor, denn BASF verdient noch immer Geld.
                  Denn BASF gibt die höheren Energiekosten an seine Kunden weiter.

                  Diesel ist teurer?
                  Dadurch wird der Transport für Butter teurer?
                  Oh je – die Bauern und Butterhersteller haben höhere Kosten.
                  Aber schau: Sie gehen nicht pleite, denn sie erhöhen einfach die Preise.
                  Und Überraschung: Die Leute kaufen weiterhin die Butter.
                  Schön: Dann kann ja der Preis noch stärker erhöht werden, was den Bauern und dem Herstellern sogar höhere Gewinne einbringt.
                  Nun wollen die Leute, die für den Hersteller arbeiten aber mehr Lohn, um die höheren Butterpreise auch bezahlen zu können. Dank der höheren Gewinne kann der Hersteller dies auch akzeptieren.
                  Und somit schließt sich der Kreis.

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                  1. Versuchen Sie das mal den Flaschensammlern an den Supermärkten und den Bettlern an den Straßenkreuzungen zu erzählen. In meiner Region gibt es viele davon.

                    Ja, ich weiß schon was Sie antworten werden. Das sind alles faule Schweine, die selbst an ihren Problemen schuld sind.
                    Wissen Sie eigentlich wo Faschismus anfängt?

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                  2. Ist es kognitive Dissonanz, an der Sie leiden?
                    Wenn derDieselpreis von 1,00 EUR Anfang 2022 auf jetzt 1,66 EUR gestiegen ist, ist Diesel dann teurer geworden oder nicht?

                    Sie glauben tatsächlich man könne das Problem der Preisexplosion damit lösen, dass man die gestiegenen Kosten einfach an den Endverbraucher weitergibt?

                    Wissen Sie, wenn eine Familie z.B. Einnahmen (Löhne, Gehälter, was auch immer) von 2000 Euro pro Monat hat, dann kann diese Familie auch nur 2000 Euro pro Monat ausgeben. Können sie soweit folgen?

                    Wenn sich Güter des täglichen Lebens nun soweit verteuern, dass die 2000 Euro nicht mehr ausreichen, um weiterhin das zu kaufen, was man sich bisher leisten konnte, wird unsere Beispiel-Familie auf gewisse Güter verzichten müssen. Ich hoffe Sie kommen noch mit.

                    Wenn nun weniger gekauft wird, weil das Geld wegen der Teuerung nicht mehr ausreicht um den Lebensstandard zu halten, werden Unternehmen ihre Produktion zurückfahren müssen. Sind Sie noch bei mir?

                    Fortsetzung folgt

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                    1. …Fortsetzung:

                      Wenn Firmen/Unternehmen ihre Produktion zurückfahren müssen, müssen sie Angestellte entlassen womit die Arbeitslosigkeit steigt, also die Einkommen weiter sinken, der Konsum weiter zurückgeht, die Produktion weiter zurückgeht… usw., eine Abwärtsspirale. Das nennt man auch Rezession.

                      Sie hätten eben im Ökonomieunterricht doch besser aufpassen sollen.

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                    2. Sie scheinen das mit der Wirtschaft noch nicht verstanden zu haben.
                      ver.di fordert aktuell 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat.
                      Und dieser Mindestbetrag von 500 Euro würde dann insbesondere Menschen mit niedrigem Einkommen zugute kommen.

                      Wer jedoch nur heult und jammert, wird natürlich keinen Inflationsausgleich erzielen.

                      Übrigens:
                      Ihre Familie erhält seit Anfang des Jahres schon mal ein um 12,4% erhöhtes Kindergeld.

                      Ihre Familie hat zudem Anspruch auf Wohngeld.
                      Und seit Anfang des Jahres hat sich das Wohngeld im Schnitt verdoppelt.

                      Deutschland hat nicht nur dem Namen nach eine soziale Marktwirtschaft.

                      Bedenklich ist doch, dass gerade die Partei (Fidesz), die immer über Volk redet, ihren Lehrern das Recht nimmt, für einen angemessenen Lohn auch einen Arbeitskampf zu führen.
                      2000€ verdient ein ungarischer Lehrer übrigens nicht. Und 250€ Kindergeld für jedes seiner Kinder erhält er auch nicht.

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                    3. Man ist sich des Problems der zunehmenden Einkommensunterschiede bewußt.
                      Daher der Mindestbetrag bei den Tarifforderungen und z.B. die geplante Kindergrundsicherung.

                      Man versucht in Deutschland eben nicht, SUV-Fahrern den Sprit und Villenbesitzern die Klimaanlage staatlich zu subventionieren. 😉

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                    4. Ihr Ansatz macht keinen Sinn.

                      Sie können eine durch gestiegene Energiepreise verursachte Rezession auch nicht durch Forderungen nach Gehaltserhöhungen oder staatliche Leistungen überwinden, die von den Unternehmen wegen des Konsumrückgangs nicht erwirtschaftet werden können oder durch Steuereinnahmen nicht abgedeckt sind. Was Deutschland aus der Rezession helfen kann, wären sinkende Energiepreise. Und die sind wegen der Sprengung von Nordstream durch unsere “Freunde” hinter dem großen Teich völlig ausgeschlossen.

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                    5. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent.
                      Es gibt keine Rezession.
                      Die letzte gab es 2020 aufgrund von Corona – aber schon 2021 wurde dieser Rückgang wieder ausgeglichen.

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                    6. Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Das ist ähnlich glaubwürdig wie dei Behauptung, dass wir ohne Impfung alle sterben werden.

                      Vielen Dank, aber den Unsinn können sie sich sparen. Gehen Sie in ein Gewerbegebiet und schauen Sie sich dort um, dann wissen Sie wie es um die Wirtschaft steht.

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                    7. Richtig.
                      Unser leo gibt sich gar nicht erst mit Zahlen ab.

                      Wenn´s eine Rezession braucht, die es zu beweinen gilt, dann wird einfach gesagt: “Es gibt eine Rezession!”
                      Zahlen würden dabei nur stören.

                      Schließlich muss Deutschland unter den Linksliberalen in den Untergang stürzen – so braucht es der Untergangsprophet.

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                    8. Sie bemühen sich vergeblich. Die Menschen spüren jetzt schon, wohin die Reise geht. Das können sie mit Ihrer Schreiberei nicht verhindern.

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              2. “Das Wohnungsproblem hat vor allem zwei Gründe:
                Die Einkommensschere und der Wohnraumbedarf pro Kopf.”
                Die Erklärung ist viel einfacher: Wie viele neue Wohnungen kommen auf die Millionen neuer “Bundesbürger”?

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                1. Da die Bevölkerungzahl ziemlich stagniert, liegt es nicht an der Zahl der Wohnungen, sondern am steigenden Wohnraumbedarf pro Kopf.
                  Der Zuzug führt nur zu einem Ausgleich:
                  Bevölkerungswachstumsrate
                  0,0% jährliche Änderung (2021)

                  Da die demografische Entwicklung zu einem zunehmenden Arbeitskräftemangel führt, konnten nur durch die Zuwanderungen die aktuell hohen Beschäftigungszahlen gehalten werden.

                  Wir brauchen in Deutschland neuen Wohnraum, weil die Menschen in immer größeren Häusern und immer größeren Wohnungen leben wollen. Das ist eben der Wohlstand.

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                  1. Sie glauben wohl auch nur den Statistiken, die Sie selbst fälschen. (Oder halt Ihren leeren Sprechblasen.) Hören Sie bitte auf, anderen Lesern die Taschen vollzuhauen!

                    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/_inhalt.html
                    Deutschland hatte zum Jahresende 2022 nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mindestens 84,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Damit lebten hierzulande so viele Menschen wie noch nie am Ende eines Jahres. Gegenüber dem Jahresende 2021 nahm die Bevölkerungszahl um 1,1 Millionen Personen zu.

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                    1. Oh – und nun rechnen Sie doch mal nach:
                      Über eine Million Menschen aus der Ukraine sind als Kriegsflüchtlinge in Deutschland registriert.

                      Wissen Sie, wie stark nach Ihrer Rechnung die Bevölkerung in Polen gewachsen ist?
                      Von 37,75 Millionen (2021) auf 39,9 Millionen (2022).

                      Denken Sie wirklich, dass wir nun für über eine Million Menschen neue Einfamilienhäuser bauen müssen?
                      Ein Flüchtling hat einen Anspruch auf gerade mal sieben Quadratmeter Wohnraum.
                      4 Flüchtlinge = 28qm.

                      Sie sollten auch mal alle Zahlen und Entwicklungen in Betracht ziehen und richtig auswerten.

                      Nochmal kurz:
                      Ohne die ukrainischen Kriegsflüchtlinge hätten wir 2022 ein Bevölkerungswachstum wie 2021 gehabt: 0%

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              3. „Wenn Deutschland und Russland Freunde sind, herrschen Frieden und Wohlstand in Europa“

                Thomas Röper vom Anti-Spiegel hat Dmitri Rogosin, den ehemaligen Chef der russischen Weltraumagentur, zu neuen russischen Kampfrobotern und dem deutsch-russischen Verhältnis interviewt. Rogosin sagte dabei u.a.: “Wenn Deutschland und Russland Freunde sind, dann haben wir Frieden und Wohlstand in Europa, aber einige Leute werden unruhig schlafen, aber das ist uns wurscht.” Das Interview mit deutschen Untertiteln gibt es hier…
                https://youtu.be/1fpd3xgoeY8
                Fortsetzung folgt…

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                1. … Fortsetzung:
                  Wer dann unruhig schlafen würde, dürften wohl angelsächsische Eliten sein, die seit mindestens 200 Jahren ERFOLGREICH eine Verbindung von russischen Ressourcen und deutschem Know How verhindern. In einer Rede vor dem Chicago Council on Global Affairs sagte George Friedmann, einer der bedeutendsten US-Strategen aus dem Hause “Stratfor”, u.a. wörtlich:

                  “Das Hauptinteresse der US Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im ersten und im zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg, waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.”…
                  https://www.sein.de/george-friedmans-rede-vor-dem-chicago-council-on-global-affairs-am-04-02-2015/

                  Dass Friedman es ernst meint, kann man aktuell in der Ukraine beobachten.

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                2. „Wenn Deutschland und Russland Freunde sind, herrschen Frieden und Wohlstand in Europa“ 😉

                  Merkle hatte die Freundschaft und die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland gefördert.
                  Scholz begab sich nach Moskau und nahm am langen Tisch Putins Platz.
                  Genutzt hatte es nichts.
                  Russland begann den Krieg.

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                    1. Russland hat seine Panzer in der Ukraine.

                      In Russland rollt kein einziger Panzer eines anderen Landes.

                      Da können Sie noch so lange “Lüge” schreien.
                      Russland führt einen Krieg in der Ukraine, den Russland begonnen hatte.

                      Und wenn Sie der Nato unterstellen, sie würde Russland bedrohen, dann unterstellen Sie den Bürgern der Nato-Staaten, dass Sie einen Krieg gegen Russland führen wollten.

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                    2. Ob Sie das verstanden haben oder nicht, ist nicht so wichtig.
                      Die Leser hier sind absolut in der Lage selbst zwischen logisch nachvollziehbaren Vorgängen und Lüge zu unterscheiden. Wichtig ist immer, dass die Menschen die relevanten Informationen überhaupt erhalten.

                      Weitere empfehlenswerte und sehr kompetent aufklärende Artikel gibt es hier…
                      https://peds-ansichten.de/

                      https://www.anti-spiegel.ru/

                      http://analitik.de/

                      https://www.anderweltonline.com/

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                    3. Leider werden die Links nicht richtig angezeigt,

                      Am besten einfach die einzelnen Links kopieren und in die Adresszeile des Browsers einfügen.

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  5. Da stellt sich natürlich auch die Frage, ob es Hermesdeckungen gibt und die Finanzierungsgrundlage zunächst geprüft werden muss.
    Offensichtlich stellt die Kehrtwende der Orban-Regierung bzgl. Paks 1, nun die Genehmigung für Paks 2 in Frage.

    Polen hat sich für ein neues AKW Angebote aus Frankreich, Südkorea und den USA machen lassen – und Westinghouse erhielt den Zuschlag.

    Orban hat leider noch immer nicht verstanden, dass mit einem russischen AKW die Abhängigkeit nur noch weiter zunimmt und aktuell gar keine gute Idee ist.
    Da agieren die Polen sehr viel schlauer.

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    1. Polen hat keine Vergangenheit mit AKW, also auch keine Ingenieurserfahrungen wie Ungarn. Was soll daran so clever sein, in der heutigen Lage für ein nagelneues AKW Angebote aus dem Westen einzuholen? Bestenfalls sind die Polen sehr viel schlauer als die Deutschen mit ihrem Atomausstieg. Schlauer auch als Siemens, das sich aus ideologischen Gründen einer Technologie mit Zukunft verweigert hat.

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      1. Es war schon vor Monaten klar, dass es Probleme mit dem Bau des russischen AKW geben würde: Die Lieferung von Teilen westlicher Firmen waren schon lange unsicher geworden.

        Die Orban-Regierung jammert zudem über eine unsichere Energieversorgung, krallt sich aber weiterhin an der Abhängigkeit von Russland fest.
        Andere haben gelernt und versuchen nun sich unabhängig zu machen. Dass dies zu kurzfristigen Umstellungsherausforderungen führen würde, war klar. Aber nach dieser Umstellungsphase steht man eben auch unabhängiger und damit souveräner da.

        Paks2 soll ja nun mit einem russischen Kredit finanziert und dann von den Russen gebaut werden. Bei den ersten Planung zu Paks2 waren ein US, ein kanadischer und ein russisch-deutscher Reaktortyp in der Auswahl.
        Orban entschied sich für die russische Abhängigkeit.

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        1. Zitat Hatzig: “Bei den ersten Planung zu Paks2 waren ein US, ein kanadischer und ein russisch-deutscher Reaktortyp in der Auswahl.
          Orban entschied sich für die russische Abhängigkeit.”

          Wahrscheinlich deshalb, weil die “Abhängigkeit” von Russland nur einen Bruchteil dessen kostet, als die von der EU oder den USA.

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          1. Ich hab das Ingenieurwissen ja schon angesprochen, welches Herr Hatzig eisern ausblendet. Ungarns Fachleute haben nun mal Jahrzehnte Erfahrungen mit den Russen und ihren Technologien gesammelt; das wirft man nicht mal eben so zum Fenster hinaus. Die Polen sind da quasi in einer glücklicheren Lage.

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            1. Dann haben Sie aber wenig Vertrauen in das Ingenieurwissen.
              Ingenieure, die ich kenne, können sich nicht nur in die Technik einer neuen russischen Anlage, sondern auch in Anlagen anderer Hersteller einarbeiten.

              Nach ihrer Argumentation könnte BMW ja nur in Debrecen das Werk errichten und betreiben, wenn es bei Audi und Mercedes Ingenieure abwirbt und gleich aus deutschen Werken mitbringt.

              Ich nehme nicht an, dass an ungarischen Hochschulen die Studenten nur speziell etwas über russische AKWs lernen.

              Sie blenden hingegen aus, dass Paks2 von russischen Brennstäben, russischen Ersatzteilen und der Abnahme von verbrauchten Brennstäben durch Russland abhängen wird. Zudem wird Ungarn eine noch größere Verschuldung bei Russland haben.
              So etwas nannte ein Kommentator neulich die russische Sackgasse, in die sich Orban (und mit ihm Ungarn) begeben hat.

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              1. Zitat: “Sie blenden hingegen aus, dass Paks2 von russischen Brennstäben, russischen Ersatzteilen und der Abnahme von verbrauchten Brennstäben durch Russland abhängen wird. Zudem wird Ungarn eine noch größere Verschuldung bei Russland haben.”

                Was soll daran besser sein, statt von russischer, von westlicher Technik abhängig zu sein, die zudem ein Vielfaches der russischen Technik kostet.

                Es ist schließlich zweitrangig, bei wem man die Schulden hat. Viel wichtiger ist, wie hoch die Schulden sind. Im Ökonomieunterricht hatten Sie wohl gerade gefehlt, oder?

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                1. Wer in der EU – einer westlichen Union – und in der Nato Mitglied ist, muss sich die Frage, ob er Russland mehr Vertrauen als dem Westen schenken kann, doch eigentlich gar nicht stellen. Eigentlich. 😉

                  Die ungarischen Bürger wissen recht gut, weshalb sie lieber Mitglied der Nato statt OVKS seien wollen.

                  Nur Orban und Fidesz versuchen herumzulavieren und stecken nun in der russischen Sackgasse.

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                  1. Da sich Russland immer als fairer Handelspartner erwiesen hat, stellt sich die Frage nach dem Vertrauen gar nicht. Relevant sind die Kosten und die Qualität, die man für sein Geld erhält.

                    Bezüglich der Kernenergie gehört die russische Technologie zum Besten, was weltweit auf dem Markt ist. Obendrein ist die russische Technologie konkurrenzlos günstig. Als ökonomisch denkender Mensch wäre es ein Blödsinn, auf teurere Technologien auszuweichen. Ein Manager in einem ökonomisch geführten Betrieb, der sich aus rein ideologischen Gründen dazu entschließt, dort einzukaufen wo er das Doppelte oder Dreifache zu bezahlen hätte, müsste sich wohl bald einen neuen Job suchen.

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                    1. Oh ja – russische AKW-Technologie ist schießlich schon kernschmelzenerprobt.

                      Die Windenergie aus Nord- und Ostsee kostet die deutsche Volkswirtschaft keinen Dollar und keinen Rubel.

                      Die Solardächer in Deutschland kann Russland auch nicht mal eben drosseln.

                      Dass in Ungarn nun der Sprit an den Tankstellen billiger wäre als z.B. in Österreich, ist mir nicht aufgefallen. Obwohl doch MOL das so billige russische Öl nutzt.

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                    2. “Dass in Ungarn nun der Sprit an den Tankstellen billiger wäre als z.B. in Österreich, ist mir nicht aufgefallen.”

                      Das hat ja auch niemand behauptet. Ihre Konzentration lässt nach…

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                    3. Ich war eigentlich immer ein Verfechter von Wind- und Sonnenenergie. Das Hauptproblem besteht einfach darin, dass das System nie fertig gebaut wurde. Was bis heute fehlt, sind die Energiespeicher. Und ohne diese Speicher funktioniert es nicht, was eigentlich nicht schwer zu verstehen ist.

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                1. Phisik, Mathe, Biologie Chemie haben Ordnung, Regeln. Sie widersetzen sich Politik, Ideologie, Woke. Auch Regierungen. Diese Fächer sind in der westlichen Welt nicht gefragt. Uber 30 Prozent der ingenieure in der USA sind Chinesen und Inder. Falls sie sich abziehen? Oder ” abgezogen werden”?

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  6. Zitat Analitik:

    “Der Weltkrieg geht weiter, inzwischen in einer heißen Phase. Was ist im letzten Jahr des Krieges passiert:

    USA und GB haben es endlich geschafft, Rußland zum militärischen Eingreifen in der Ukraine zu zwingen. Das widerspricht der offiziellen westlichen Lesart, aber selbst im Westen ist man sich der Ursachen des Krieges bewusst und man darf das sogar offen kommunizieren, wenn es nur am Rand der Medienlandschaft passiert, so dass es kaum jemand mitbekommt.

    Rußlands militärischer Blitzkrieg in der Ukraine ist gescheitert.

    Der wirtschaftliche Blitzkrieg des Westens gegen Rußland ist ebenfalls gescheitert. Seine wirtschaftlichen und finanziellen Trümpfe hat der Westen ausgespielt, aber es reichte bei weitem nicht.

    Jetzt versuchen sich alle Kriegsparteien gegenseitig auszuhungern.

    Die USA nutzen den Krieg, um (endlich erfolgreich) einen möglichst tiefen Keil zwischen Rußland und die EU zu treiben.

    weiterlesen…
    http://analitik.de/2023/02/22/verlorene-blitzkriege-verlorene-eu/

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23. April 2024 12:40 Uhr