Geburtenrate
Familienministerin Katalin Novák: „Wir Mitteleuropäer zeigen, dass wir auf die eigenen Ressourcen bauen können.“ Foto: FM

V4-Familienplanung

Mission für Europa

Als ihre Mission begreifen es die Visegrád-Staaten (V4), Europa in Bezug auf die demographische Entwicklung ein positives Beispiel zu geben. Das sagte Ungarns Familienministerin Katalin Novák am Donnerstag auf einer Online-Konferenz mit ihren Amtskollegen und leitenden Mitarbeitern der Ministerien.

„Wir Mitteleuropäer zeigen, dass wir auf die eigenen Ressourcen bauen können“, betonte die Fidesz-Politikerin. Diese Region werde die demographische Krise überwinden.

Steigende Geburtenrate

In allen vier Ländern steige die Geburtenrate, in Ungarn seit 2010 aber am schnellsten. Die Zahl der Eheschließungen habe sich sogar verdoppelt, wohingegen 30% weniger Ehen geschieden wurden. „Wir sollten voneinander lernen, so wie Ungarn die Einkommensteuerbefreiung der jungen Menschen unter 25 Jahren von Polen übernimmt“, schlug Novák vor.

Polens Familienministerin Marlena Malag verwies auf die geschlossene Position der V4, Aufwendungen für Familien als Investition statt als Kosten anzusehen. Der polnische Staat gewährt seit April 2016 im Rahmen des Programms „500+“ monatlich 500 Zloty (ca. 110 Euro) als Familienzuschuss pro Kind.

In Tschechien hat die Geburtenzahl das höchste Niveau seit 1991 erreicht. Die Slowakei arbeitet daran, den Begriff des Familien-Haushalts in das Recht einzubetten.

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