Katalin Novák
Foto: Sozialmedien/ Katalin Novák

Drei-Meere-Initiative

Drei Hauptanliegen der Ungarn

Für Ungarn sind laut Staatspräsidentin Katalin Novák drei Fragen besonders wichtig: „An erster Stelle steht, so schnell wie möglich Frieden in der Ukraine zu schaffen.“

Zweitens müssten bei allen Verhandlungen über die Energieversorgung die Interessen der Länder ohne Meereszugang weitestgehend Berücksichtigung finden. Drittens trete Ungarn dafür ein, dass die Ukraine und die Staaten des Westbalkans so bald wie möglich einen EU-Kandidatenstatus erhalten.

Katalin Novák
Ungarns Staatspräsidentin Katalin Novák (M.) betonte die Notwendigkeit eines zügigen Friedens in der Ukraine. Foto: MTI/ Noémi Bruzák

Diesen Standpunkt formulierte die ungarische Staatspräsidentin beim Gipfeltreffen der Drei-Meere-Initiative am Montag in Riga. Novák erinnerte daran, dass diese Initiative 2015 mit der Zielstellung auf den Weg gebracht wurde, die in Ost-West-Richtung bestehende Verkehrs- und Energie-Infrastruktur Europas um Nord-Süd-Anbindungen auszuweiten.

Der Initiative gehören neben den Staaten des Baltikums und der Visegrád-Gruppe (V4) noch Österreich, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien sowie Deutschland als Partnerland an. Am Montag wurde auf Vorschlag Polens „spontan“ die Ukraine zum Mitgliedsland gekürt. Deren Präsident Wolodymyr Selenskyj warb per Videoschalte für sein Land, das die ursprünglich vorgesehene Verknüpfung der in der Initiative vereinten Länder von der Ostsee über das Schwarze Meer bis zur Adria vervollkommnen könne.

Katalin Novák verhandelte am Montag auch gesondert mit dem Gastgeber, Lettlands Staatspräsident Egils Levits, sowie mit Bulgariens Präsident Rumen Radew und Sloweniens Borut Pahor.

5 Antworten auf “Drei Hauptanliegen der Ungarn

  1. Eigentlich stellt die Drei-Meere-Initiative eine Abgrenzung gegen den Westen dar, der völlig von den Multis dirigiert ist. Das ist die Ukraine seit 2014 aber auch, seit dem gesteuerten Putsch von deren Marionetten samt den Ukra-Faschisten. Wenn Polen auf diese Weise die Drei-Meere-Initiative umgestalten will, kann es sie doch gleich aufgeben und sich ganz dem Westen unterwerfen. Seit Rußland sich jetzt eingeschaltet hat, kämpft Polen bedingungslos für die westliche Hegemonie in Europa, sprich für Multis/USA. Und die EU gibt endgültig alle Stabilität auf und verdient nur noch, verlassen zu werden, wenn sie die Ukraine schluckt.

    1. Die EU mit Flinten-Uschi an der Spitze taugt in Russland nur noch als Gegenstand für Witze und in den USA nimmt sie niemand ernst. Vizeaussenministerin Nulands Auspruch:”Fuck the EU” ist legendär.
      Um so wichtiger werden Projekte wie die Drei-Meere-initiative für Ungarn.

      1. Ja ja.
        In Russland lachen sie also. 😀
        Fragt sich nur worüber.
        Die vielen Drohungen aus Moskau klingen irgendwie gar nicht nach Lachen. 😉
        Wer sich ins Fäustchen lacht, ist die Nato, da nun wieder überall die Verteidigungsetats steigen und immer mehr Länder beitreten wollen.
        Außerdem offenbart sich die Schwäche der russischen Armee.
        Letztlich hat Putin durch seinen Angriff auf die Ukraine Russland nun zum Juniorpartner Chinas gemacht.
        Insgeheim lacht man über Putin und Russland. 😉

      2. “Alle Menschen sind gleich” Damit bin ich aufgewachsen.

        Es ist, wie sehen unwahr.
        Die Ukreiner sind wertvoller, als Kinder und Erwachsenen woanders.
        Für die EU oder Nato Mitgliedschaft von 35 Million Menschen werde Hundertmillionen Leben und Le bensgrundlage geopfert. Allbright USA sagte damals, dass es der USA wert ist den Tod von 500.000 irakische Kinder, die Wege Embargo gestorben sind und Millionen Erwachsene ihr Zuhause verlassen hatten. Es ist Barbarei.
        Verbleibendete, ideologische Barberei.

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24. Juni 2022 15:40 Uhr