Außenminister Péter Szijjártó betrachtet Milorad Dodik (r.) unverändert als legitimen Führer der bosnischen Serben. Fotos: MTI/ Robert Hegedüs

Dodik in Budapest

Solidarität der Patrioten

Außenminister Péter Szijjártó hat am Donnerstag Milorad Dodik in Budapest empfangen.

Dodik betrachtet sich weiterhin als Präsidenten der Republika Srpska, die mittlerweile rechtskräftige Amtsenthebung durch bosnische Gerichte erkennt er nicht an. Sein Gastgeber wiegelte mit Hinweis auf den Ukraine-Krieg ab, Europa könne sich in seiner ohnehin fragilen Sicherheitslage keinen weiteren Krisenherd auf dem Westbalkan erlauben. „Für uns als Nachbarn sind Frieden, Sicherheit und Stabilität auf dem Westbalkan evident.“

Arroganter Westen will nicht umdenken

Szijjártó warf den westeuropäischen Politikern, die den Ukraine-Krieg endlos verlängern wollen, die gleiche verfehlte und deshalb gefährliche Einstellung in Sachen Westbalkan vor. Es gehe nicht an, wie arrogant und belehrend mit einzelnen Nationen in der Region und deren gewählten Führern umgesprungen werde, ganz zu schweigen von offenen Drohungen und dem Anwenden von Sanktionen.

Auf der internationalen Pressekonferenz hatte der Gastgeber auch wieder einen Seitenhieb für Ursula von der Leyen parat.

Lob aus dem falschen Mund

Der Außenminister wurde auf der Pressekonferenz gebeten zu kommentieren, dass die EU-Kommissionspräsidentin lobende Worte für das harte, mit Steuererhöhungen einhergehende Sparpaket der rumänischen Regierung fand. „Ein Lob von Frau von der Leyen ist genau das, worauf wir am wenigsten erpicht sind. Wir handeln nach dem Willen der ungarischen Bürger und streben ihre Zufriedenheit an. Wir sind nicht scharf darauf, Frau von der Leyen zufrieden zu sehen.“

Schande für Europa

Zu dem neuen brutalen Fall, bei dem ein Ungar aus Transkarpatien durch Selenskyj-Schergen verschleppt und mit Gewalt in die ukrainische Armee gepresst wurde, stellte Szijjártó klar: „Es ist weithin bekannt, dass in der Ukraine eine Menschenjagd auf offener Straße stattfindet. Die Ukraine greift zu Zwangsrekrutierungen, bei denen Menschen zusammengeschlagen – mitunter auch totgeschlagen – werden. Das alles ist möglich, weil die kriegstreiberischen Politiker der EU glauben, die Ukraine dürfe sich in ihrer Lage alles erlauben.“ Über diese große Schande für das Europa des 21. Jahrhunderts meinte der Außenminister, Verantwortung hätten nicht nur die konkreten Täter in der Ukraine zu tragen, sondern ebenso jene Politiker in Brüssel, die bei jedem dieser Verbrechen wegschauen oder diese verharmlosen.

2 Antworten auf “Solidarität der Patrioten

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel

BZ+
12. März 2026 11:00 Uhr
BZ+
12. März 2026 10:55 Uhr