Syrien-Konferenz

Sicherheitsherausforderungen nicht vergessen

Sollte das sechste Sanktionspaket der Europäischen Kommission gegen Russland verabschiedet werden, dann wäre es unmöglich, das von der ungarischen Wirtschaft benötigte Öl zu beschaffen.

Daher kann Ungarn nur einen Vorschlag unterstützen, der das von der EU-Kommission geschaffene Problem löst, wiederholte Außen- und Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó bei der 6. Internationalen Syrien-Konferenz in Brüssel am Dienstag.

Massenhafte Migrationswellen verhindern

Bei der Bewältigung der Herausforderungen des Ukrainekrieges dürfen jedoch andere sicherheitspolitische Herausforderungen in der Nachbarschaft der Europäischen Union nicht vergessen werden. Europa müsse alles dafür tun, um weitere massenhafte Migrationswellen zu verhindern.

Auf der Konferenz in Brüssel teilte Szijjártó mit, dass Ungarn 1.085 staatlich finanzierte Universitätsstipendien im Wert von 3,3 Mrd. Forint an junge Menschen aus Syrien, dem Libanon, der Türkei, Jordanien, Ägypten und dem Irak vergeben habe. Ungarn führt zudem neun Entwicklungsprogramme im Wert von 6,3 Mrd. Forint durch – in Syrien und in den Ländern, die syrische Flüchtlinge aufnehmen. Diese zielen darauf ab, durch den Wiederaufbau von Krankenhäusern, Schulen und die Schaffung von Arbeitsplätzen Menschen zum Verbleib in ihrer Heimat zu bewegen.

Szijjártó: Keine Parallelen zwischen Ukraine-Flüchtlingen und illegalen Migranten!

Szijjártó betonte erneut, dass Ungarn alle Versuche zurückweise, Parallelen zwischen Flüchtlingen aus der Ukraine und illegalen Migranten zu ziehen. Ungarn nehme alle Flüchtlinge aus der Ukraine auf. Im Gegensatz zu Flüchtlingen aus der Ukraine hätten illegale Migranten kein Recht auf Einreise nach Ungarn, da sie zuvor schon etliche sichere Länder durchquert hätten.

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