Illegale Migration

Schüsse auf die Polizei

Der Gerichtshof Budapest hat drei Schlepper zu hohen Haftstrafen verurteilt.

Laut dem Urteil, das vor dem Wochenende erging, erhielten die drei Männer, von denen sich einer einen Schusswechsel mit der Polizei geliefert hatte, Zuchthausstrafen von 2,5-9 Jahren. Die in einer Schlepperbande agierenden Männer versuchten im November 2021, knapp zwei Dutzend Syrer in einem Transporter nach Deutschland zu schleusen. Als die Polizei auf das Fahrzeug aufmerksam wurde und es zu stoppen versuchte, provozierte der Fahrer die Streife, die nur knapp einem Zusammenprall entgehen konnte.

Dann begann eine wilde Verfolgungsjagd auf der Autobahn M5, bei der von Seiten des Beifahrers im Transporter mehrere Schüsse (mit einer Schreckschusspistole) in die Luft und in Richtung des Polizeiautos abgefeuert wurden. Als das Schlepperfahrzeug vor Budapest in einen Stau geriet, sprangen die Verbrecher aus dem Transporter und flüchteten zu Fuß. Der Verhaftung versuchte sich der Bewaffnete durch die Abgabe weiterer gezielter Schüsse zu entziehen. Schließlich konnten die Polizisten die beiden Schlepper aber doch dingfest machen.

Vier Komplizen in einem Begleitfahrzeug entkamen dieser Kontrolle, wurden aber auf der Autobahn M1 Richtung Österreich von der Polizei gestoppt und aus dem Verkehr gezogen. Von den sechs Tätern räumten nur drei ihre Straftaten an, was ihre beschleunigte Verurteilung erlaubte. Ebenso wie die Täter ging auch die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil erster Instanz in Berufung, weshalb die drei Schlepper bis zum rechtskräftigen Urteil in U-Haft bleiben.

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23. April 2024 12:40 Uhr