Aus diesem Transporter gaben die Iraker Schüsse auf Polizisten ab. Foto: MTI/ Zoltán Mihádák

UPDATE - Illegale Einwanderung

Schießerei unweit von Budapest

Am Montag kam es auf der Autobahn M5 bei Inarcs südlich von Budapest zu einem Eklat: Menschenschlepper aus dem Irak schossen auf Polizeiautos.

Innenminister Sándor Pintér mahnte derweil zu einem internationalen Schulterschluss, um die EU-Außengrenzen besser zu schützen. Am Montagmorgen wollte die Polizei einen Kleintransporter an einer Raststätte der Autobahn M5 in Fahrtrichtung Budapest zum Stoppen bringen. Der Wagen hielt jedoch nicht an, obendrein wurden aus dem Fahrzeug Schüsse auf die Polizisten abgegeben. Daraufhin nahmen mehrere Polizeiwagen die Verfolgung der Verbrecher auf, die sie noch auf der Autobahn stellen konnten. Fahrer und Beifahrer flüchteten aus dem Transporter und schossen dabei weiterhin auf ihre Verfolger. Ein Polizist gab daraufhin einen Warnschuss ab, die Männer flüchteten jedoch in ein Waldstück. Wenig später gelang es der Polizei, unterstützt von der Antiterrorzentrale TEK, die beiden Flüchtigen – wie sich herausstellte, zwei Iraker – am Stadtrand von Budapest zu stellen. Im Kleintransporter wurden 21 illegale Einwanderer gezählt – ausschließlich Männer, die sich allesamt als Syrer ausgaben. Wenig später konnte die TEK bei Győr auf der Autobahn M1 vier weitere Männer festnehmen, die offenbar mit den Irakern zusammenarbeiteten.

Polizei-Video der Amokfahrt

Die Polizei hat ein Video der Amokfahrt irakischer Menschenschlepper veröffentlicht. Die später gefassten Männer wichen einer Polizeikontrolle auf der Autobahn M5 Richtung Budapest aus; als die Polizei daraufhin die Verfolgung des Transporters aufnahm, gab der Beifahrer reihenweise Schüsse ab – zunächst in die Luft, später aber auch aus dem Fenster gebeugt in Richtung des Polizeiautos. Dabei wurden durch die wild abgefeuerten Schüsse ebenso wie durch die Amokfahrt des Transporters weitere Verkehrsteilnehmer gefährdet; es ist eher ein Zufall, dass es zu keinem Unglück kam. (Das gilt auch in dem Fall, wenn die Verbrecher nur eine Schreckschusswaffe verwendet haben sollten. Zur Tatwaffe hat die Polizei noch keine genaueren Angaben gemacht.) Das Video sollte all jenen zu denken geben, die bis heute nicht den kriminellen Hintergrund des Geschäfts mit der illegalen Einwanderung verstehen oder sehen wollen.

Foto: MTI/ Zoltán Mihádák

Schlepper setzen das Leben der Grenzer aufs Spiel

„Die EU-Außengrenzen lassen sich mit einem internationalen Schulterschluss erfolgreicher und besser schützen“, erklärte Innenminister Sándor Pintér am Montagnachmittag in Hercegszántó, einem Grenzort im Dreiländereck zu Serbien und Kroatien. An der ungarischen Südgrenze sind derzeit Polizisten aus Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Österreich und der Türkei tätig. „Unser Standpunkt ist eindeutig: Die EU muss gegen die illegale Einwanderung noch außerhalb ihrer Grenzen vorgehen. Je weiter entfernt wir die Schutzlinien ziehen, umso besser.“ Das lange verteufelte Beispiel vom ungarischen Grenzzaun hat längst auch in Litauen und Polen Nachahmer gefunden, denn der Migrationsdruck ist so groß, wie seit 2015 nicht erlebt. Ungarn hat im laufenden Jahr rund 225.000 illegale Grenzübertritte festgestellt, die Schlepper werden dabei zunehmend aggressiver und setzten selbst das Leben der Grenzer aufs Spiel.

Die Innenminister Sándor Pintér und Roman Mikulec (l.) dankten Polizisten aus Ungarn und der Slowakei für die aktive Grenzsicherung. Foto: MTI/ Dániel Kiss

Gipfel in Prag für sichere Grenzen

Der slowakische Innenminister Roman Mikulec sagte den Ungarn Dank für den Schutz der EU-Außengrenze, den die Slowakei derzeit mit der Entsendung von 40 Polizisten unterstützt. Er erinnerte an das Dreiertreffen der Ministerpräsidenten Tschechiens, Österreichs und der Slowakei unlängst in Prag, die sich ebenfalls für einen besseren Grenzschutz stark machten. Bekanntlich führen immer mehr EU-Länder interne Grenzkontrollen ein, um dem wachsenden illegalen Zustrom zu begegnen. Auf den üblichen Routen der Menschenschlepper durch Ungarn werden beinahe täglich verdächtige Fahrzeuge gestellt, aber noch mehr Schleppern gelingt es offenbar, ihre „Ware“ über die grüne Grenze in Richtung Deutschland zu bringen.

16 Antworten auf “Schießerei unweit von Budapest

  1. Deutschland will den Krieg gegen Russland gewinnen und Europa mit Migranten überschwemmen, dazu soll zur perfekten Kontrolle der Affen das Bargeldabgeschafft werden, Deutsche in Brüssel das komplette Sagen haben, und die LQBTQ-Ideologie soll den Glauben an einen Gott ersetzten. So einfach ist das. Aber der deutsche Populismus verspricht den Trotteln das Bürgergeld, damit sich Arbeiten nie wieder lohnt. Alles so lustig!

  2. Daher kommen also die Invasoren, die an der österreichischen Grenze auftauchen: Diese Schlepperwagen setzen sie dort ab. Aber wo haben sie ihre “Fracht” eingeladen? In Serbien? Angeblich holt Serbien die Invasoren sogar mit Flugzeugen herein, offenbar um den Westen damit kaputt zu machen. Oder sind die Transporter von Griechenland aus unterwegs? Jedenfalls müssen sie über die ungarische Südgrenze gekommen sein. Da haben sie wohl behauptet, Güter zu transportieren, und wurden von den ungarischen Zöllnern hereingelassen?

    1. Es gibt Transporter ohne Fenster und die werden nicht grundsätzlich geprüft.
      Das Wesen der EU ist nunmal Freizügigkeit.
      Was tun denn die Staaten südlich von Ungarn gegen das Schlepperwesen ?
      Ich lese in deutschen Zeitungen täglich was über die USA und fast nichts über Europa und über die Probleme der einzelnen Mitgliedsstaaten. Über das Schlepperwesen könnte man einiges berichten.

    2. Nein. Serbien ist doch ein guter Freund und Partner Orbans, der den EU-Beitritt Serbiens unterstützt.
      Außendem leben viele Ungarn in Serbien.
      Alles gut in Serbien.
      Es ist Soros, der die Migranten im Grenzgebiet abwirft. 😉

      1. Ich stimme Ihnen wieder mal zu, Herr Hatzig. Ich habe es bisher bloß nicht gewagt den Namen “Soros” ins Getümmel zu werfen. Genaues weiß ich nicht darüber. Man tuschelt halt.
        Was für ein Interesse soll das auch sein, dass man kulturfremde Menschen nach Europa bringt. Diese Menschen haben fast keine Chance – von ihrer Mentalität und von ihrer Ausbildung her. Sie sind in Europa nicht glücklich, auch wenn sie versorgt werden. Es wäre eine bessere und erfüllendere Aufgabe für die verschleppten Einwanderer wenn sie in ihren Herkunftsstaaten ein auskömmliches Gesellschaftssystem etablieren würden. Dafür müssen sie allerdings kämpfen.

      2. Die organisierte Kriminalität hat es sich halt einfach gemacht, indem man die Visafreiheit Serbiens gegenüber zahlreichen Ländern in Afrika und Asien schamlos ausnutzte. Dass diese Leute mit dem Flugzeug nach Belgrad gelangen (von wo es nur noch ein Katzensprung zur EU-Außengrenze Ungarns ist), entlarvt natürlich auch die Lüge von den armen Schutzbedürftigen.

    3. Sie kommen über die grüne Grenze, die Autos werden in Ungarn angemietet oder von “privaten” Schleppern eigene Fahrzeuge eingesetzt.
      Ungarn hat im laufenden Jahr 260.000 Leute an der Grenze (und im Inland, also nach erfolgreicher Grenzquerung) “aufgegriffen”, d. h., all diese Migranten werden in Serbien abgegeben, von wo sie den nächsten Versuch starten.

        1. Brüssel lehnt diese ungarische “Technik” ab. Sie wünschen für alle Migranten die Einleitung von Asylverfahren, Ungarn gewährt diese aber nur jenen, die Ungarns Grenzen legal, mit gültigen Reisedokumenten passieren.

          1. Am besten diese Menschen nach Brüssel weiterleiten.
            So wurde es auch in den USA gemacht seitdem die Grenzen wieder offen sind.
            Die grenznahen Ortschaften sind dem Ansturm von Migranten nicht gewachsen und deshalb wurden Einwanderer mit Bussen in die Städte gefahren, in denen maßgeblichen Politiker aktiv sind.
            https://www.foxnews.com/politics/chicago-mayor-lori-lightfoot-slams-texas-gov-abbott-man-without-morals-sending-migrant-buses

            1. Das hat Italien ja gerade den Deutschen und Norwegern vorgeschlagen, die zynisch reagierten, die Migrantenschiffe seien nicht ihr Problem.
              Ungarn hat kein Interesse daran, die Leute weiterzuleiten, wie es ausnahmsweise im heißen Herbst 2015 geschah, weil dann alle wieder ihre Binnengrenzen dichtmachen.

              1. Es wird kaum möglich sein, 260.000 Menschen in Bussen nach Brüssel zu fahren.
                Aber die Schweiz tut es. Sie leitet die ankommenden Migranten an die deutsche Grenze wo schon Waggons für sie in Richtung Deutschland-Berlin bereitstehen.
                Angeblich gibt es sogar ein Abkommen – habe aber keine Quellen dafür.

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