Ukrainischer Außenminister

Russland macht nicht an der Grenze halt!

Der ukrainische Außenminister Dmitrij Kuleba kritisierte seinen ungarischen Amtskollegen Péter Szijjártó scharf.

Wie das Portal telex.hu schreibt, erinnerte Kuleba daran, dass die russische Armee 1848/49 den ungarischen Freiheitskampf niederschlug und 1956 sowjetische Panzer durch die Straßen von Budapest rollten, als Ungarn vergeblich um Hilfe des Westens bat. Nach Ansicht des ukrainischen Außenministers ist es nicht dasselbe, sich um die Sicherheit der ungarischen Bürger zu sorgen, wie bei der Ermordung ukrainischer Bürger wegzusehen. „Ich fordere die ungarischen Behörden auf, sich klar auf die Seite der Ukraine zu stellen und alle notwendige Unterstützung zu leisten“, erklärte Kuleba.

Er warnte Szijjártó mit Hinweis auf das Bombardement der NATO-Ausbildungsbasis Javoriv nahe der polnischen Grenze, dass Russland nicht an der ukrainischen Grenze haltmachen wird. Szijjártó habe auch seine russische Auszeichnung noch immer nicht zurückgegeben.

Szijjártó hatte gesagt, Ungarn benötige Frieden und Sicherheit, weshalb es weder Soldaten noch Waffen in die Ukraine schicke.

23 Antworten auf “Russland macht nicht an der Grenze halt!

  1. Geschichte ist Geschichte, die heutige Situation ist anders. Aber die harte polnische Haltung liegt wohl an der Geschichte, wegen des Krieges mit Lenin von 1920 und wegen der Zugehörigkeit zum Zarenreich bis zum Ersten Weltkrieg. Krieg und auch Fehlschüsse sind aber nicht allein schon Mord, eher ist Partisanentätigkeit Mord. Klar fordert die Ukraine zum eigenen Nutzen zur Eskalation auf. Aber Javoriv liegt in der Ukraine und ist daher keineswegs ein Beleg dafür, Rußland werde weiter marschieren, wenn es die Ukraine ganz besiegt hätte. Zudem waren dort ausländische Söldner und Waffen konzentriert, so daß es kein Wunder war, daß Rußland zuschlug. Es handelte sich um eine Militärbasis. Und Kuleba will Szijjártó sagen, er solle eine Auszeichnung zurückgeben? Persönliche Einmischung.

    1. In Deutschland geht zumindest der SPD die überbordende Aggressivität der ukrainischen Politiker auf die Nerven. Warum sind so viele angeblich in Verantwortung stehende Politiker an einer Eskalation interessiert?

      1. Die deutschen Politiker hatten sich zu sehr als Bremser betätigt, als es darum ging, den Angriff abzuwenden. Auch jetzt noch ist die deutsche Regierung bei Sanktionen gegen Russland und Lieferung von Waffen an die Ukraine alles andere als eine treibende Kraft.
        Dass die Ukrainer, die sich derart in Bedrängnis befinden, aggressiv echte Hilfe und nicht nur warme Worte einfordern, ist verständlich.

        Es geht nun eben auch darum ein deutliches Zeichen der Geschlossenheit und der Entschlossenheit der Demokratien zu setzen.
        Putin hat mit dem Angriff auf die Ukraine die Büchse der Pandora geöffnet.

    2. was sind aus den “Pandora Geschäften” geworden? Zalenskij und sein Oligarch Kolomonskij waren mit Milliarden OFF SHORE aufgezählt. Sogar Bundeszentrale Politische Bildung brachte die Nachrichten. Was auch immer mit dem Schauspieler-Präsident geschieht, ein wird, finanzielle Probleme wohl nicht haben. 50 Millionen soll er von dem Oligarch bekommen haben, nachdem er zurück ins Land dürfte. Über Pandora Papers hört man jetzt nichts. Wäre aber Zeit.

  2. Nicht Orban, nicht Fidesz und auch nicht die ungarische Armee wird Russland daran hindern, die Panzer über die Grenze rollen zu lassen.
    Es ist die Mitgliedschaft in der Nato und in der EU, für die sich die Ungarn entschieden haben, die Putin davon abhalten wird, seine Panzer in die ehemaligen Kasernen in Ungarn rollen zu lassen.
    Aber es braucht dazu eben auch ungetrübte Einigkeit und Zusammenhalt innerhalb der EU und der Nato, die die ungarische Regierung in vielen Punkten und in Äußerungen vermissen lässt.
    Fidesz muss sich eben schon auch fragen, warum andere für Ungarn einen Krieg riskieren sollten, wenn sich die ungarische Regierung in dieser Krise so verhält.
    Scholz machte auch heute wieder klar, was für die meisten Nato-Mitglieder als klare Trennlinie gilt: Unterstützen ja, Eingreifen nein.

    1. So wie Sie argumentieren, könnten Sie gleich fortfahren: Auch die NATO wird Putin an nichts hindern.
      Woher haben Sie denn den ständig wiederholten Gedankengang, Putin wollte “zurück” nach Ungarn? Wenn schon, dann hätte er wohl Heimweh nach dem Osten Deutschlands.

      1. Fragen Sie sich doch mal, was Putin davon abhalten wird, seinen Einfluss in Europa zu erweitern.
        Es ist die Stärke der Nato – nichts anderes.
        Auch das Regime in China wird nur durch die Entschlossenheit und Stärke der USA davon abgehalten, den Anschluss Taiwans militärisch zu erzwingen.

        Die Demokratien müssen wehrhaft sein und Stärke durch Zusammenhalt zeigen – dies ist die bittere Realität.

        Ein Bundesstaat EU wäre mit fast 450 Millionen Einwohnern und der zweitgrößten Wirtschaftskraft äußerst wehrhaft.
        Putin hätte es nicht gewagt, die Ukraine anzugreifen, wäre die Ukraine Teil der EU oder gar Nato gewesen.

          1. Wer hat denn Ungarn dafür kritisiert?
            Ein Beispiel nimmt sich zudem auch niemand an Ungarn, denn es gibt andere Nato-Partner, die weit mehr in ihre Verteidigung investiert hatten.

            Die Ukraine hatte in den letzten Jahren auch viel in die eigene Verteidigung investiert und doch ist das 44 Mio.Volk der Putin-Armee unterlegen.
            Die EU-Staaten können sich nur gemeinsam behaupten. Einigkeit und Zusammenhalt sind gerade jetzt wichtig.
            Die Mitteleuropäer stärken die Partner im Osten durch Entsendung von Truppen – ein wichtiges Zeichen.
            Solche Zeichen lässt die ungarische Regierung jedoch vermissen.

  3. VG schreibt: die ” internationale Brigade” werden bach 2 Tage Ausbildung als Kanonenfutter an die Front geschickt.
    Also bitte nicht unüberlegt hinfahren.
    Nachricht wurde aus englischen Medien übernommen.

              1. Also . Der Sexsymbol Schowmann spielt Präsident. Bin gespannt wer der Flüster fur die Fingerpuppe ist.
                Tiefer als Alex kann man nicht sinken.
                Der Krieg ist nicht virtuell. Der Schowmann schminkt sich fur Staatspräsident und Bettgefähete . Was fur eine kranke Person sind Sie!

          1. Dass Menschen in den Krieg ziehen, ist doch keine Besonderheit der “modernen Zeit”.
            Menschen kämpfen, weil man sie als Soldaten dazu verpflichtet, für Geld oder für ihre Überzeugungen – oder weil sie einen verrückten Kick oder eine abstruse Art des Heldentums suchen.

          2. Ich habe immer so verstanden, es gibt individuelle Schuld und nicht Kollektive. Es gab totalitäre Systeme, die diese Kollektv Schuld gegen Juden, Deutschen, usw. existierten. Jetzt lese ich; internationalesKatzenverband ächtet russische Katzen.
            Es gibt keine Sippenhaft, kein Kollektivschuld. Auch fur die Deutsche , wie fur Russen nicht. Auch nicht fur Katzen.

  4. Langsam kippt die Stimmung um. Wen man die Kommentare in der Zeitungen liest , lies man, dass die ständige Forderung, aggressive Erwartung, Pöbel, Drohung von ukrainischer Seite bei den Bürger nicht gut ankommen.
    Es lohnt dich Zeitungen aus Indien zB lesen, wo differenziert berichtet wird. Was lief und lauft in Osten? Was berichtet die 17 Million russische Bevölkerung? Fluchte sie auch?
    Wenn sus 45 Mill schon bis 2021 5 Mill nach Auslang gegangen sind und jetzt 5 geflüchtet. Ist 35 Million. Davon 17 Russen, 1 versch. Dan n 17 Million Ukrainer und 17 Million Russen sind geblieben?
    50:50?

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